header-mobile-bg

Wechsel zu Headless: Ein praxisnaher 9-Schritte-Leitfaden

Der Wechsel von einem klassischen CMS zu einer Headless-Architektur kann zunächst komplex erscheinen. Mit der richtigen Planung lässt sich die Migration jedoch strukturiert und effizient umsetzen. Was einen reibungslosen Wechsel von einer schwierigen Migration unterscheidet, ist meist eine gründliche Vorbereitung und weniger die technische Komplexität.

Dieser Leitfaden führt durch alle Phasen des Wechsels zu Headless, von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Optimierung nach dem Go-live. Die Inhalte sind bewusst allgemein gehalten und lassen sich an die jeweilige technische System-Landschaft anpassen. Vor der konkreten Planung sollten sowohl die technischen als auch die fachlichen Teams einbezogen werden. Beide Perspektiven helfen dabei, Anforderungen und Risiken frühzeitig zu erkennen, die der jeweils andere Bereich möglicherweise übersieht.

Umstellung auf Headless

TL;DR – Die wichtigsten Erkenntnisse 

  • Ein Headless-CMS entkoppelt das Frontend vom Backend, sodass Inhalte über APIs an jeden beliebigen Kanal ausgespielt werden können.
  • Die wichtigsten Gründe für einen Wechsel: Jede Änderung an Inhalten erfordert die Unterstützung durch Entwicklerinnen und Entwickler, Inhalte sind an Seiten-Templates gebunden und es fehlt an einer Omnichannel-Ausspielung.
  • Eine erfolgreiche Migration beginnt mit einem klaren Business-Case. Ein reiner System-Wechsel ohne weiteres Ziel schafft häufig keinen ausreichenden Mehrwert. Daher sollte die Migration mit einer Bereinigung und Konsolidierung von Inhalten oder messbaren Performance-Zielen verbunden werden.
  • Ein erfolgreicher Migrations-Ansatz umfasst eine Bestands-Analyse, die Definition des Migrations-Umfangs, die Entwicklung eines Content-Modells, die Implementierung des Frontends und des BFF sowie umfassende Tests vor dem Go-live.
  • Ein vollständig Headless-Ansatz kann die redaktionelle Nutzererfahrung beeinträchtigen. Ein Hybrid-CMS ermöglicht es, Backend und visuelles Editieren stabil beizubehalten, sodass lediglich das Frontend und der BFF neu aufgebaut werden müssen.

Die wichtigsten Vorteile eines Wechsels zu Headless 

Vor einer Migrations-Entscheidung sollte klar sein, welcher konkrete Mehrwert mit dem Wechsel verbunden ist. Diese Vorteile sind ausschlaggebend dafür, dass sich Unternehmen immer häufiger von einem klassischen CMS hin zu einem Headless-CMS bewegen:

  • Freie Wahl des Frontends: Entwicklerinnen und Entwickler können React, Vue.js, Next.js oder jedes andere Framework einsetzen, ohne durch die Vorgaben des CMS eingeschränkt zu sein. So lässt sich für jede Aufgabe das passende Tool auswählen.
  • Omnichannel-Ausspielung: Inhalte werden zentral verwaltet und über APIs an jeden gewünschten Kanal ausgespielt, beispielsweise Websites, mobile Apps, Kiosksysteme, Wearables oder Sprach-Schnittstellen. Doppelte Inhalte und aufwendige Format-Anpassungen entfallen.
  • Schnellere Seiten-Performance: Ein entkoppeltes Frontend verarbeitet nur die Inhalte, die für Nutzerinnen und Nutzer sichtbar sind. Aufwendige CMS-Prozesse wie Auditing, Logging und Versionsverwaltung laufen unabhängig davon im Backend. Das reduziert unnötige Last und verbessert die Core Web Vitals.
  • Unabhängige Release-Zyklen: Frontend-Teams können Änderungen an der Benutzeroberfläche veröffentlichen, ohne das CMS-Backend anzupassen. Gleichzeitig können Backend-Teams das CMS aktualisieren oder neu konfigurieren, ohne das Frontend zu beeinträchtigen.
  • Redesign ohne Plattform-Wechsel: In einer Headless-Architektur ist ein umfassendes visuelles Redesign in erster Linie ein Frontend-Projekt. Inhalte, CMS und Integrationen bleiben bestehen.
  • Kleinere Angriffsfläche: Weniger direkte Verbindungen zwischen Präsentationsschicht und Datenbank reduzieren die potenzielle Angriffsfläche. Das bietet einen deutlichen Sicherheitsvorteil gegenüber eng gekoppelten, klassischen Architekturen.
  • Langfristige Flexibilität: Da das CMS API-first und composable aufgebaut ist, können einzelne Komponenten des Technologie-Stacks ausgetauscht werden, etwa das Frontend-Framework, die Commerce-Engine oder die Personalisierungs-Lösung, ohne die gesamte Plattform migrieren zu müssen.

Was ist ein Hybrid Headless CMS? 

Ein hybrides Headless-CMS stellt Inhalte aus einem zentralen Repository auf zwei Wegen bereit: als strukturierte Daten über eine API für individuelle Frontends und als vollständig gerenderte Seiten über integrierte Templates. Dadurch können Entwicklerinnen und Entwickler mit jedem beliebigen Framework arbeiten, während Redakteurinnen und Redakteure weiterhin von visueller Bearbeitung, kontextbezogenem Editieren und einer Vorschau profitieren. CoreMedia ist ein Beispiel für dieses Modell und kombiniert eine Headless-API auf Basis von GraphQL mit serverseitigem Rendering, sodass beide Teams mit denselben Inhalten arbeiten.

Dieser Unterschied ist entscheidend, da er Umfang, Risiko und Kosten einer Migration maßgeblich beeinflusst. Die drei Modelle im Vergleich:

DimensionTraditionell (gekoppelt)Pure HeadlessHybrides Headless
Content-AusspielungSeiten werden über Templates gerendertStrukturierte Daten werden ausschließlich über APIs bereitgestelltSowohl API-basierte Ausspielung als auch integriertes Rendering
Flexibilität im FrontendAuf die Template-Möglichkeiten des CMS beschränkt Vollständige Freiheit bei der Wahl des FrameworksVollständige Framework-Freiheit, Rendering optional 
Redaktionelle NutzererfahrungVisuelles Editieren und Vorschau integriertGeht häufig verloren, sofern keine individuelle Lösung entwickelt wird Visuelles, kontextbezogenes Editieren bleibt erhalten
Release-ZyklenFrontend und Backend werden gemeinsam veröffentlichtFrontend und Backend können unabhängig voneinander veröffentlicht werdenUnabhängige Release-Zyklen bei stabilem redaktionellem Backend
Migrations-KomplexitätNicht relevant, da Ausgangspunkt Hoch: Frontend und redaktionelle Nutzererfahrung müssen neu aufgebaut werden Moderat: Frontend wird neu aufgebaut, Backend bleibt bestehen 
Am besten geeignet fürStabile Websites mit einem einzelnen Kanal Entwickler-geführte Teams mit Bedarf an zahlreichen Kanälen Unternehmen, die mehrere Kanäle bedienen und gleichzeitig die redaktionelle Kontrolle behalten möchten 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Migration zu einem Headless-CMS?

Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn das bestehende CMS das Unternehmen zunehmend einschränkt, anstatt es bei seinen Anforderungen zu unterstützen. Nicht für jedes Unternehmen ist eine Migration zum jetzigen Zeitpunkt notwendig. Die folgenden Signale sprechen jedoch besonders deutlich dafür, dass eine Headless-Migration der richtige nächste Schritt sein kann:

  • Das Entwicklungsteam stößt an die Grenzen des CMS: Wenn Frontend-Entwicklerinnen und -Entwickler regelmäßig Einschränkungen der Templates umgehen, Workarounds entwickeln oder auf Änderungen im Backend warten müssen, bevor Anpassungen an der Benutzeroberfläche veröffentlicht werden können, bremst die enge Kopplung die Entwicklungsgeschwindigkeit.
  • Inhalte sollen über mehrere Kanäle ausgespielt werden: Wenn dieselben Inhalte auf einer Website, in einer mobilen App, auf einem Retail-Display und über eine Drittanbieter-Plattform verfügbar sein sollen, müssen sie in einem klassischen CMS häufig für jeden Kanal dupliziert und angepasst werden. Ein API-first Headless-CMS stellt Inhalte einmal bereit und ermöglicht die Ausspielung über alle Kanäle.
  • Die Website-Performance bleibt hinter den Anforderungen zurück: Eine langsame Time-to-First-Byte und schwache Core Web Vitals sind häufig auf das Rendering durch ein monolithisches CMS zurückzuführen. Eine gut implementierte Headless-Architektur trennt die Content-Ausspielung vom Rendering und ermöglicht in der Regel schlankere und schnellere Seiten.
  • Ein Redesign oder Plattform-Wechsel steht ohnehin an: Ein Redesign bietet den effizientesten Zeitpunkt, gleichzeitig auch die technische Architektur zu modernisieren. Werden beide Vorhaben miteinander verbunden, lässt sich eine zweite, aufwendige Migration zu einem späteren Zeitpunkt vermeiden.
  • Drittanbieter-Integrationen werden zunehmend komplex: Wenn jede neue Integration Anpassungen im Backend erfordert und das Risiko erhöht, die bestehende Website zu beeinträchtigen, kann eine BFF-basierte Architektur die Komplexität reduzieren. Dabei werden Integrationen in einer klar abgegrenzten mittleren Schicht gebündelt.
  • Neue Märkte oder Sprachen kommen hinzu: Multi-Site-Setups und die Lokalisierung von Inhalten lassen sich deutlich einfacher verwalten, wenn Inhalte von der Präsentationsschicht entkoppelt und über APIs bereitgestellt werden.

Wann sich ein Wechsel zu Headless nicht lohnt

Headless spielt seine Vorteile vor allem dann aus, wenn ein konkreter Bedarf an mehreren Kanälen besteht, das Frontend unabhängig weiterentwickelt werden soll oder Governance-Anforderungen mit einem gekoppelten System nicht ausreichend erfüllt werden können. Für kleinere Unternehmen ohne eigene Entwicklungs-Ressourcen oder für einfache Websites mit nur einem Kanal ist es häufig sinnvoller, die bestehende Lösung gezielt zu optimieren.

Häufige Stolpersteine bei Pure Headless

Bei den meisten gescheiterten Headless-Projekten treten immer wieder dieselben Herausforderungen auf:

  • Redakteurinnen und Redakteure verlieren die Möglichkeit zur visuellen Bearbeitung und kontextbezogenen Vorschau.
  • SEO-Grundlagen, die ein klassisches CMS automatisch berücksichtigt, werden übersehen.
  • Der Technologie-Stack wird durch zu viele separate Services zunehmend fragmentiert.

Dieser Leitfaden greift diese Herausforderungen an den jeweiligen Stellen auf.

Schritt für Schritt zum Wechsel auf Headless

Eine Migration zu einem Headless-CMS umfasst neun Phasen, von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Optimierung und Wartung nach dem Go-live. Nicht für jede Phase wird gleich viel Zeit benötigt. Werden einzelne Schritte jedoch übersprungen, steigt das Risiko, dass die Migration scheitert.

Auf einen Blick

  1. Bestandsaufnahme und Planung: Geschäftsziele definieren, bestehende Architektur analysieren und Stakeholder abstimmen.
  2. Frontend-Architektur und BFF-Schicht auswählen.
  3. Vereinfachungs- und Bereinigungspotenziale identifizieren.
  4. Migrations-Ansatz wählen: Proof of Concept, schrittweise Migration oder Big Bang.
  5. Implementierung: Frontend entwickeln, APIs anpassen und die redaktionelle Nutzererfahrung erhalten.
  6. Betrieb aufsetzen: Infrastruktur, Sicherheit und Monitoring.
  7. Deployment: CI/CD, Umgebungs-Management, Versionierung und Rollback-Strategien.
  8. Testen: Unit-Tests, Integrations-Tests, Performance-Tests und User-Acceptance-Tests.
  9. Nach dem Go-live optimieren und warten.

1. Bestandsaufnahme und Planung

Der Ausgangspunkt sollte der Business-Case sein, nicht die Architektur. Ein reiner Wechsel von einem Legacy-CMS zu einer Headless-Lösung ohne weiteres Ziel bietet häufig nur begrenzten geschäftlichen Mehrwert. Daher sollte das Projekt an ein konkretes Geschäftsziel geknüpft werden, das bereits im Unternehmen relevant ist. Vor der Umsetzung sollte außerdem die bestehende System-Landschaft vollständig dokumentiert werden.

  • S.M.A.R.T.-Ziele definieren: Ziele für Skalierbarkeit, Flexibilität, Performance oder Publishing-Geschwindigkeit sollten konkret und messbar formuliert werden. So lässt sich der Projektfortschritt steuern und der Erfolg nachweisen. Ist die Performance der wichtigste Treiber, sollten zunächst entsprechende Ausgangswerte erfasst werden.
  • Bestehende Architektur analysieren: Alle Drittanbieter-Integrationen, deren Nutzung und Kommunikationswege sollten erfasst werden. Insbesondere im Frontend und in der Integrations-Schicht zeigen sich Einschränkungen häufig in Form von Workarounds.
  • Stakeholder frühzeitig einbinden: Eine frühzeitige Abstimmung hilft dabei, verborgene Anforderungen und Ziele aufzudecken. Wenn beispielsweise ein Redesign geplant ist, sollte dies möglichst zu Beginn berücksichtigt werden, da spätere Änderungen deutlich aufwendiger und kostenintensiver sind.

2. Frontend-Architektur auswählen

Das Frontend-Framework sollte zu den Kompetenzen des Entwicklungsteams passen und langfristig unterstützt werden. React und Vue.js gehören zu den gängigen Optionen. Entscheidend ist eine ausgewogene Kombination aus einfacher Implementierung, Flexibilität und Zukunftssicherheit.

Was ist ein Backend-for-Frontend (BFF)?

Ein Backend-for-Frontend (BFF) ist eine mittlere Schicht zwischen dem Frontend und den Backend-Services. Sie stellt dem Frontend eine zentrale, auf dessen Anforderungen zugeschnittene Schnittstelle bereit, anstatt direkte Verbindungen zu jedem einzelnen Backend-System aufzubauen. In einer gut konzipierten Headless-Architektur gehört die BFF-Schicht zu den wichtigsten Architektur-Entscheidungen:

  • Sie kapselt das Frontend gegenüber dem Backend, sodass einzelne Komponenten ausgetauscht werden können, ohne Auswirkungen auf die gesamte System-Landschaft.
  • Sie dient als zentrale Integrations-Schnittstelle für Drittanbieter-Services, einschließlich der Commerce-Engine.
  • Sie kann Business-Logik, Caching und Sicherheitsfunktionen übernehmen, beispielsweise um transaktionale Daten mit redaktionellen Inhalten zusammenzuführen.

Es sollte entschieden werden, ob die BFF-Schicht selbst entwickelt oder auf Basis eines bestehenden Frontend-Blueprints aufgebaut wird. Ein Blueprint bietet Entwicklungsteams einen Vorsprung bei der Implementierung der BFF-Schicht und dynamischer Funktionen, die bei Standard-Frontends häufig fehlen.

3. Vereinfachungs- und Bereinigungspotenziale identifizieren

Eine Migration zu einem Headless-CMS bietet eine der besten Möglichkeiten, angesammelte technische Schulden zu reduzieren. Da das Frontend ohnehin neu aufgebaut wird, sollte die Migration als Gelegenheit für eine Modernisierung genutzt werden, bei der bestehende Inhalte weiterverwendet werden, anstatt jedes einzelne Template eins zu eins zu migrieren.

  • Frontend und Customer Experience: Nicht mehr verwendete Layouts und Komponenten können entfernt oder sich überschneidende Komponenten zusammengeführt werden. Steht ohnehin eine Änderung des Look-and-Feel an, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.
  • Backend und APIs: Wenn Frontend-Module reduziert werden, können bestimmte Backend-Logiken und Services ebenfalls entfallen oder in die BFF-Schicht verlagert werden.
  • Content-Audit: Mithilfe von Analytics sollten Seiten ohne relevante Zugriffe identifiziert und hinsichtlich ihres Nutzens bewertet werden. Inhalte, die keinen Mehrwert mehr bieten, können entfernt werden. Jede eingesparte Seite reduziert gleichzeitig den Entwicklungsaufwand.

4. Migrations-Ansatz wählen: Proof of Concept, schrittweise Migration oder Big Bang

Es gibt keinen allgemein richtigen Migrations-Ansatz. Die passende Strategie hängt von den Kompetenzen des Teams, der Risikobereitschaft und dem vorhandenen Verständnis der Ziel-Architektur ab.

AnsatzGeeignet fürHauptvorteilHauptrisiko
Proof of ConceptValidierung der technischen Machbarkeit vor einer verbindlichen EntscheidungTechnische Unwägbarkeiten werden frühzeitig und mit überschaubarem Aufwand sichtbarFokus liegt auf der internen und technischen Validierung, nicht auf dem Feedback der Nutzerinnen und Nutzer
Schrittweise MigrationTeams, die während der Migration lernen und die Vorgehensweise laufend anpassen möchtenGeringeres Risiko, da sich der Prozess kontinuierlich steuern und optimieren lässtFür einen gewissen Zeitraum müssen zwei unterschiedliche Frontend-Systeme parallel betrieben werden, was zusätzliche Komplexität schafft
Big BangKlar abgegrenzte Projekte mit starker KoordinationKürzere Gesamt-Laufzeit und kein dauerhafter Parallelbetrieb zweier SystemeProbleme werden unmittelbar im Live-Betrieb sichtbar und der ROI wird erst am Ende des Projekts erzielt

Ein Proof of Concept ist besonders sinnvoll, wenn klar definiert ist, welche konkreten Fragen damit beantwortet werden sollen. Statt ein vollständiges End-to-End-System zu entwickeln, sollte der Fokus auf der Validierung der entscheidenden technischen Aspekte liegen.

Bei einer schrittweisen Migration werden einzelne Templates oder Bereiche nach und nach auf Headless umgestellt. Das bedeutet zwar eine längere Gesamt-Laufzeit, bietet dafür aber mehr Kontrolle während des gesamten Prozesses. Unternehmen wählen diesen Ansatz häufig, wenn das Content-Modell komplex genug ist, dass ein einmaliger Wechsel zu riskant wäre. Gleichzeitig ermöglicht das Vorgehen, frühzeitig Feedback zu sammeln und die Erkenntnisse in die nächste Migrations-Phase einfließen zu lassen.

Ein Big-Bang-Ansatz kann der schnellste Weg sein, setzt jedoch eine sehr solide Planung, umfassende Tests und eine präzise Koordination des Go-lives voraus.

5. Implementierung

Die Implementierung umfasst mehr als die Entwicklung einzelner Komponenten. Das Frontend muss mit dem Backend kommunizieren, APIs müssen entsprechend der neuen Architektur angepasst werden und gleichzeitig muss die redaktionelle Nutzererfahrung erhalten bleiben. Eine häufige Anpassung besteht darin, den Seiten-Rahmen mit Header, Footer und Navigation von den eigentlichen Seiten-Inhalten zu trennen. Dadurch lässt sich die Time-to-First-Byte reduzieren. Voraussetzung ist, dass der Service für die Auslieferung des Seiten-Rahmens unabhängig von den darin enthaltenen Inhalten verfügbar ist.

Realistischen Aufwand einplanen

Die Frontend-Entwicklung ist der sichtbarste Teil der Arbeit und wird beim Projekt-Aufwand häufig unterschätzt. Die folgende grobe Aufschlüsselung dient als Orientierung für ein Frontend mit zehn Komponenten. Sie ist als beispielhafte Größenordnung zu verstehen und nicht als verbindlicher Benchmark:

  • Projekt-Setup und Ressourcen-Planung: ca. 3 Tage
  • Entwicklungs-Infrastruktur, einschließlich IDE, CI/CD, Definition of Done und Coding-Regeln: ca. 5 Tage
  • Basis-Struktur des Headless-Frontends, einschließlich Struktur, dynamischem Routing und Multi-Environment-Setup: ca. 5 Tage
  • Migration der Komponenten inklusive Test-Cases: ca. 2 Tage pro Komponente, insgesamt ca. 20 Tage für zehn Komponenten
  • Management- und Kommunikationsaufwand: ca. 30 %
  • Fehlerbehebung: ca. 20 %

Damit ergibt sich ein Gesamtaufwand von rund 51 Tagen beziehungsweise mehr als zehn Arbeits-Wochen, noch bevor Anpassungen am Backend berücksichtigt werden. Teams, die diesen Aufwand nicht frühzeitig einkalkulieren, riskieren Verzögerungen bei wichtigen Meilensteinen.

Ein klar abgegrenzter Projekt-Umfang kann die Laufzeit jedoch deutlich verkürzen. Enterprise Ireland konnte innerhalb von 90 Tagen vom Projekt-Kick-off bis zum Go-live gelangen und dabei Inhalte für mehr als 40 Märkte bereitstellen. Deckers Brands ging innerhalb von weniger als zwei Monaten live.

Redaktionelle Nutzererfahrung schützen

Hier scheitern viele Pure-Headless-Projekte. Standardisierte, entkoppelte Frontends sind häufig stark statisch programmiert. Dadurch verlieren Redakteurinnen und Redakteure die visuelle Vorschau und die Möglichkeit, Seiten zu erstellen oder die Navigation ohne Unterstützung durch Entwicklerinnen und Entwickler anzupassen. Ein Engpass wird dadurch lediglich durch einen anderen ersetzt.

Diese Anforderungen sollten daher bereits bei der Architektur berücksichtigt werden:

  • Seiten-Struktur und Navigation sollten dynamisch aus Backend-Metadaten generiert werden. Eine feste Implementierung im Frontend würde die redaktionellen Möglichkeiten unnötig einschränken.
  • Redakteurinnen und Redakteure sollten Landing-Pages über die redaktionelle Oberfläche erstellen können, ohne dafür Entwicklerinnen und Entwickler einzubeziehen. Dies ist eines der häufigsten Missverständnisse bei Headless-Projekten.
  • Das neue Frontend sollte in die redaktionelle Vorschau integriert werden. Funktionen wie Deep Links und Content-Scheduling, auf die Redakteurinnen und Redakteure angewiesen sind, sollten erhalten bleiben.

Ein hybrides Headless-CMS ist darauf ausgelegt, diese Funktionen auch bei einem Headless-Frontend zu erhalten. Dadurch lässt sich die redaktionelle Nutzererfahrung beispielsweise mit einem hybriden Headless-CMS von CoreMedia leichter bewahren.

NS Dutch Railways nutzt eine zentrale Headless-Plattform für Web, App, Callcenter und interne Tools. Durch Echtzeit-Vorschauen können mehr als 1.500 Content-Fachleute gemeinsam arbeiten, ohne den Überblick darüber zu verlieren, welche Inhalte veröffentlicht werden.

Lebende Dokumentation aufbauen

Es empfiehlt sich, eine sogenannte „Living Documentation“ aufzubauen. Dabei handelt es sich um einen eigenen Bereich, in dem jedes Frontend-Modul mit seinen jeweiligen Nutzungshinweisen dargestellt wird, anstatt mit echten Inhalten aus dem laufenden Betrieb. Die Beschreibung eines Teasers erklärt beispielsweise, wann dieser eingesetzt werden sollte, während eine Abbildung den Aufbau des Moduls veranschaulicht.

Das bietet gleich zwei Vorteile: Redakteurinnen und Redakteure erhalten eine klare Orientierung dazu, wann und wie einzelne Module eingesetzt werden sollten. Gleichzeitig steht Entwicklerinnen und Entwicklern eine stabile, von konkreten Inhalten unabhängige Sammlung von Fragmenten für automatisierte und wiederholbare Frontend-Tests zur Verfügung. Da die neue User Experience ohnehin getestet werden muss, lässt sich der dafür erforderliche Aufwand gleichzeitig für Dokumentation und automatisierte Tests nutzen.

6. Betrieb und technische Rahmenbedingungen

Die lose gekoppelte Architektur verändert die Anforderungen an Hosting und Sicherheit. Deshalb sollten die betrieblichen Aspekte parallel zur Entwicklung geplant und nicht erst nach Abschluss der Implementierung berücksichtigt werden.

  • Infrastruktur: Eine parallele System-Landschaft sollte aufgebaut werden, damit die Entwicklung und die häufigen Frontend-Deployments den Betrieb und die Wartung der bestehenden Website nicht beeinträchtigen. Für die neue Architektur müssen unter anderem Cloud-Services und Load-Balancing eingerichtet werden.
  • Sicherheit: Daten müssen geschützt und die Kommunikation zwischen Frontend und Backend abgesichert werden. Für Authentifizierung und Autorisierung bieten sich etablierte BFF-Ansätze an.
  • Monitoring und Logging: Performance und System-Zustand sollten kontinuierlich überwacht werden. Dazu gehören auch direkte Checks der BFF-Schicht, um zu langsame APIs frühzeitig zu erkennen, die sowohl die Customer Experience als auch die Suchmaschinen-Performance beeinträchtigen können.

7. Deployment

Da Frontend und Backend häufig in unterschiedlichen Release-Zyklen aktualisiert werden, benötigen Deployment und Versionierung ein eigenes Konzept.

  • CI/CD: Der Deployment-Prozess sollte über Pipelines automatisiert werden, unabhängig davon, ob Frontend und Backend über getrennte oder gemeinsame Pipelines veröffentlicht werden.
  • Environment-Management: Entwicklungs-, Staging- und Produktions-Umgebungen sollten konsistent aufgebaut und verwaltet werden.
  • Versions- und Release-Management: Es sollte dokumentiert werden, welche Frontend-Version mit welcher Backend- und BFF-Version kompatibel ist. Ein nachvollziehbares Schema wie Semantic Versioning schafft die notwendige Grundlage für sichere Rollbacks.
  • Rollback-Strategien: Bestehende Rollback-Prozesse sollten an die lose gekoppelte Architektur angepasst werden. Dadurch kann beispielsweise eine einzelne Komponente zurückgesetzt werden, ohne andere Teile des Systems zu beeinträchtigen.

8. Umfassende Tests

Jede System-Schicht sollte sowohl isoliert als auch End-to-End getestet werden. So lassen sich Fehler eindeutig einer Ursache zuordnen, anstatt lediglich Vermutungen über die Fehlerquelle anzustellen.

  • Unit-Tests: Einzelne Komponenten werden isoliert getestet. Die in Schritt 5 aufgebaute Living Documentation liefert dafür stabile, von konkreten Inhalten unabhängige Test-Daten und ermöglicht wiederholbare Regressionstests.
  • Integrations-Tests: Das Zusammenspiel zwischen Frontend und Backend sollte getestet werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei der BFF-Schicht, damit Daten korrekt übertragen werden und das System auch unter Last stabil bleibt.
  • Performance-Tests: Das System sollte unter realistischen Last-Szenarien getestet werden, sowohl End-to-End als auch entlang der einzelnen System-Schichten.
  • User-Acceptance-Tests: Es sollte sichergestellt werden, dass das System die tatsächlichen Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer erfüllt. Automatisierte Tests für Frontend und BFF können dabei den manuellen Testaufwand deutlich reduzieren.

9. Optimierung und Wartung nach dem Go-live

Die Arbeit endet nicht mit dem Go-live. Das entkoppelte Frontend erleichtert jedoch die kontinuierliche Weiterentwicklung und ermöglicht es, Änderungen schneller bereitzustellen.

  • Performance-Optimierung: Performance sollte kontinuierlich überwacht und optimiert werden. Automatisierte Regressionstests und regelmäßiges Reporting übernehmen dabei einen großen Teil des Aufwands.
  • Regelmäßige Updates: Frontend-Frameworks entwickeln sich schnell weiter und greifen zunehmend auf neue Browser-Funktionen zurück. Deshalb sollten häufigere Updates eingeplant werden als bei einer klassischen Technologie-Landschaft.
  • Feedback-Schleife: Feedback zu Funktionen, Performance und Barrierefreiheit sollte kontinuierlich gesammelt und in schnelle Optimierungen überführt werden.

Wie ein hybrides CMS den Wechsel risikoärmer macht

Ein hybrides CMS ermöglicht es, das Frontend auf Headless umzustellen und gleichzeitig ein stabiles Backend sowie eine vertraute redaktionelle Oberfläche auf derselben Plattform beizubehalten. Jede Migration erfordert den Aufbau eines neuen Systems. Bei einem hybriden Ansatz beschränkt sich der Umfang jedoch auf das neue Frontend und die BFF-Schicht. Die redaktionelle Nutzererfahrung und bestehende Integrationen müssen nicht wie bei einer Pure-Headless-Implementierung vollständig neu aufgebaut werden. Das reduziert insbesondere Risiken und Kosten.

Das ist vor allem in regulierten Branchen wie dem Bankwesen, der Versicherungsbranche und dem öffentlichen Sektor relevant, in denen Content-Governance und Anforderungen an die Datenhaltung wenig Spielraum für Fehler lassen.

Die CoreMedia Digital Experience Platform als composable DXP stellt Inhalte aus einem zentralen Repository sowohl über serverseitiges Rendering als auch über eine Headless-API auf Basis von GraphQL bereit. Diese gemeinsame Grundlage reduziert das Migrations-Risiko auf verschiedene Weise:

  • Backend und Inhalte beibehalten: Das Frontend wird migriert und um eine BFF-Schicht ergänzt, ohne das Content-Repository erneut migrieren oder die redaktionelle Ebene neu aufbauen zu müssen.
  • Beide Ausspielungs-Modelle parallel nutzen: Server-seitiges Rendering und Headless-Ausspielung können gleichzeitig betrieben werden. Dadurch lässt sich die Migration schrittweise von Kanal zu Kanal durchführen.
  • Mit einem fertigen Frontend-Blueprint starten: Ein bestehender Blueprint beschleunigt die Entwicklung von BFF und Frontend.
  • Zertifizierte Implementierungs-Partner: Erfahrene Partner unterstützen bei der Umsetzung von Headless-Migrationen im Enterprise-Umfeld.
  • Unterstützung für schrittweise Roll-outs: Die Migration wird zu einem kontrollierten Übergang anstatt zu einem vollständigen Austausch der bestehenden System-Landschaft.

Deutsche Bahn nutzt eine Headless-Architektur, die es Entwicklerinnen und Entwicklern ermöglicht, neue Funktionen hinzuzufügen, ohne die zentrale Customer Experience verändern zu müssen. Dadurch kann sich die Plattform kontinuierlich weiterentwickeln, ohne bei jeder Anpassung einen vollständigen Neuaufbau zu erfordern.

Wie sich der Wechsel zu Headless auf SEO auswirkt

Eine gut umgesetzte Headless-Architektur kann die SEO-Performance verbessern. Bei einer unsauberen Umsetzung kann sie sich jedoch negativ auswirken, da das Frontend nun Aufgaben übernehmen muss, die ein klassisches CMS automatisch erledigt hat.

Mit einigen gezielten Maßnahmen lässt sich die Suchmaschinen-Performance schützen:

  • Server-seitiges Rendering oder statische Generierung einsetzen: So erhalten Crawler vollständiges HTML anstatt einer leeren Seitenstruktur, die erst durch JavaScript geladen werden muss.
  • Strukturierte Daten und Seiten-Metadaten berücksichtigen: Schema-Markup sowie Meta-Daten wie Title-Tags, Meta-Descriptions und Canonical-Tags sollten in der Frontend-Implementierung berücksichtigt werden, da diese Informationen nicht mehr automatisch aus CMS-Templates stammen.
  • Core Web Vitals überwachen: Ein schlankes, entkoppeltes Frontend kann die Core Web Vitals in der Regel verbessern. Voraussetzung dafür sind eine korrekt konfigurierte Rendering- und Caching-Architektur.
  • URLs und Weiterleitungen beibehalten: Bestehende URLs und Redirects sollten während der Migration erhalten bleiben, damit bereits aufgebaute Ranking-Signale nicht verloren gehen.

Strukturierte Inhalte sind auch eine Grundlage für KI

Entkoppelte, strukturierte Inhalte sind längst nicht mehr nur für Websites und Apps relevant. Sie bilden auch eine wichtige Grundlage für KI-basierte Antwortsysteme. Wenn Inhalte als sauber strukturierte und typisierte Daten vorliegen, anstatt in HTML-Seiten verborgen zu sein, können Suchmaschinen und KI-Systeme sie zuverlässiger abrufen, interpretieren und als Quelle heranziehen. Damit wird strukturierter Content zunehmend zu einem wichtigen Faktor für die Auffindbarkeit von Marken.

CoreMedia stellt strukturierte und typisierte Inhalte über eine GraphQL-API bereit, die von KI-basierten Retrieval-Systemen verarbeitet und deren Quellen zugeordnet werden können, ohne auf das HTML der jeweiligen Seite angewiesen zu sein. Damit wird eine Headless- oder hybride Architektur nicht nur zu einer technischen Architektur-Entscheidung, sondern auch zu einer Entscheidung für die digitale Auffindbarkeit: Ein CMS, das kontrollierte und maschinenlesbare Inhalte bereitstellt, kann menschliche Benutzeroberflächen und KI-Systeme aus derselben Quelle versorgen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie lange dauert der Wechsel zu einem Headless-CMS?
Die Dauer einer Migration von einem Legacy-System zu einem Headless-CMS hängt unter anderem vom Content-Umfang, der Anzahl der Komponenten und dem erforderlichen Anpassungs-Aufwand im Backend ab. Ein mittelgroßer Frontend-Wechsel dauert typischerweise mehrere Wochen bis einige Monate. Die beispielhafte Kalkulation von CoreMedia für ein Frontend mit zehn Komponenten liegt vor Anpassungen am Backend bei rund zehn Arbeits-Wochen. Der konkrete Projekt-Umfang und die Komplexität des Go-lives haben dabei einen größeren Einfluss auf die Dauer als die reine Anzahl der Inhalte.

Müssen alle bestehenden Inhalte migriert werden?
Nein, und in der Regel ist das auch nicht sinnvoll. Eine Migration bietet die Möglichkeit, bestehende Inhalte zu überprüfen und zu bereinigen. Strukturierte Content-Typen mit hohem Volumen, beispielsweise Artikel oder Produkte, können automatisiert migriert werden. Komplexe Landing-Pages lassen sich gezielt neu aufbauen, während Inhalte ohne relevante Zugriffe entfernt werden können. Eine unveränderte Kopie der bestehenden Website würde diese Chance verschenken.

Beeinträchtigt ein Headless-CMS das Marketing- oder Redaktionsteam?
Das kann bei einem Pure-Headless-Ansatz der Fall sein, insbesondere wenn das Frontend statisch programmiert wird. Redakteurinnen und Redakteure verlieren dann unter Umständen die visuelle Vorschau und die Möglichkeit, Seiten ohne Unterstützung durch Entwicklerinnen und Entwickler anzupassen. Ein hybrides Headless-CMS wirkt dem entgegen, indem es kontextbezogenes Editieren und Vorschauen beibehält, während das Frontend entkoppelt wird.

Sollte eine Migration als Big Bang oder schrittweise erfolgen?
Eine schrittweise Migration ist risikoärmer und ermöglicht kontinuierliche Optimierungen, erfordert jedoch für eine gewisse Zeit den Betrieb eines gemischten Frontends. Ein Big-Bang-Ansatz ist schneller und vermeidet den parallelen Betrieb zweier Systeme. Dafür werden mögliche Probleme unmittelbar im Live-Betrieb sichtbar und der ROI wird erst am Ende der Migration erzielt. Die Entscheidung sollte daher an den Koordinations-Möglichkeiten und der Risiko-Bereitschaft des Teams ausgerichtet werden.

Muss die redaktionelle Nutzererfahrung für einen Wechsel zu Headless komplett neu aufgebaut werden?
Nein, sofern ein hybrides Headless-CMS eingesetzt wird. Die Migration erfolgt auf eine zentrale neue Plattform, die sowohl redaktionelle Workflows als auch die Headless-Ausspielung über APIs unterstützt. Das Team kann dadurch weiterhin mit der vertrauten visuellen Bearbeitung und Vorschau arbeiten, während Entwicklerinnen und Entwickler vollständige Freiheit bei der Frontend-Entwicklung erhalten. Bei einer Pure-Headless-Migration geht diese Funktionalität häufig verloren, sodass Redakteurinnen und Redakteure neue Publishing-Prozesse erlernen müssen. Ein hybrider Headless-Ansatz vermeidet dies, ohne zwei separate Systeme parallel betreiben zu müssen.

Welche Unternehmen setzen das Headless-CMS von CoreMedia ein?
Zu den bekannten Unternehmen, die CoreMedia in Headless-Szenarien einsetzen, gehören Deutsche Bahn, NS Dutch Railways und CLAAS. Sie nutzen die Plattform, um Inhalte über Websites, Apps und weitere Touchpoints auszuspielen und gleichzeitig die redaktionelle Kontrolle zu behalten. Dieses Zusammenspiel ist für viele Unternehmen ein wesentlicher Grund für den Wechsel zu Headless.

Wie geht es weiter?

Teams, die eine Headless-Migration erfolgreich umsetzen, planen über das Frontend hinaus. Sie definieren ein konkretes Geschäftsziel, wählen bewusst den passenden Migrations-Ansatz, kalkulieren den tatsächlichen Aufwand realistisch und stellen sicher, dass die Mitarbeitenden, die täglich mit dem CMS arbeiten, weiterhin effizient arbeiten können. Entscheidend ist daher nicht allein die Wahl des Frameworks, sondern eine gründliche Vorbereitung.

Wer einen Wechsel zu Headless in Betracht zieht, sollte sich ansehen, wie ein hybrider Headless-Ansatz Entwickler-Flexibilität und redaktionelle Kontrolle in einem System verbindet. So lässt sich das Frontend neu aufbauen, ohne auf eine vertraute redaktionelle Nutzererfahrung verzichten zu müssen.

Francisca Marinho

Francisca Marinho