Anstatt Kundinnen und Kunden auf eine separate Seite weiterzuleiten, ermöglicht Shoppable Content den direkten Kauf innerhalb des digitalen Erlebnisses, das ihre Aufmerksamkeit geweckt hat. Dieser Leitfaden erläutert, was Shoppable Content ist, welche Formate sich bewährt haben, warum dieser Ansatz für globale Marken relevant ist und wie die zugrunde liegende Technologie auf Enterprise-Ebene funktioniert.
Die Kerntechnologie hinter „Shoppable Content“
Eine Composable Digital Experience Platform (DXP) ermöglicht es Marken, genau die Funktionen zusammenzustellen, die sie benötigen, von Content Management über Personalisierung bis hin zu Commerce, anstatt eine starre Komplettlösung einzusetzen. Die Content Ebene basiert häufig auf einem Headless CMS, das Inhalte von ihrer Darstellung trennt. Diese Trennung macht „Shoppable Assets“ wiederverwendbar: Ein einmal erstelltes Asset kann gleichzeitig eine Website, eine Mobile App, ein In Store Terminal oder ein digitales Display versorgen.
Dieses Konzept spiegelt das veränderte Kaufverhalten wider. Verbraucherinnen und Verbraucher möchten Produkte genau in dem Moment kaufen, in dem sie ihr Interesse wecken. Jeder zusätzliche Klick erhöht das Risiko eines Kaufabbruchs. Laut eMarketer wird das Social-Commerce-Volumen in den USA im Jahr 2025 voraussichtlich 87 Milliarden US-Dollar erreichen und 2026 die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten. Das verdeutlicht, wie schnell sich der Kauf direkt aus digitalen Inhalten als fester Bestandteil des E-Commerce etabliert hat.
Über viele Jahre hinweg waren Markenkommunikation und E-Commerce voneinander getrennt. Content-Teams entwickelten inspirierende Inhalte für die Markenwebsite, während der Produktkatalog in einem separaten System verwaltet wurde. Kundinnen und Kunden mussten selbst den Weg zwischen Inspiration und Kauf finden. „Shoppable Content“ verbindet diese beiden Welten, indem Produktdaten direkt mit den Inhalten verknüpft werden. So werden redaktionelle Inhalte und multimediale Formate zu einem unmittelbaren Einstieg in den Kaufprozess. Dieses Prinzip bildet die Grundlage des sogenannten Inspirational Commerce und entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Erfolgsfaktor im digitalen E-Commerce.
Arten von „Shoppable Content“ für eine Omnichannel-Bereitstellung
„Shoppable Content“ kann in vielen verschiedenen Formen umgesetzt werden. Erfolgreiche Marken setzen dabei auf eine Kombination mehrerer Formate, anstatt sich auf einen einzigen Ansatz zu konzentrieren. Entscheidend ist bei allen Formaten, dass Kundinnen und Kunden einen Kauf abschließen können, ohne das digitale Erlebnis zu verlassen.
„Shoppable Videos“ und Livestreams
Videos haben sich von einem reinen Instrument zur Steigerung der Markenbekanntheit zu einem direkten Vertriebskanal entwickelt. „Shoppable Videos“ ermöglichen es Kundinnen und Kunden, ein Produkt genau in dem Moment auszuwählen und zu kaufen, in dem es im Video erscheint, ohne die Wiedergabe zu unterbrechen. Interaktive Overlays kennzeichnen Produkte an bestimmten Zeitpunkten, sodass das Gesehene und das verfügbare Kaufangebot jederzeit aufeinander abgestimmt sind.
Dasselbe Prinzip gilt beispielsweise für YouTube Videos mit anklickbaren Produktkarten oder für Erklärvideos auf der Markenwebsite. Livestream Shopping entwickelt „Shoppable Videos“ noch weiter: Während ein Host Produkte in Echtzeit präsentiert, können Zuschauerinnen und Zuschauer die vorgestellten Produkte direkt während des Livestreams in den Warenkorb legen. Dieses Live Shopping Format wird beispielsweise von Plattformen wie TikTok genutzt, um insbesondere in asiatischen Märkten Verkäufe in großem Umfang zu fördern, und gewinnt auch in anderen Regionen zunehmend an Bedeutung. Für viele Marken gehören „Shoppable Videos“ inzwischen zu den Formaten mit den höchsten Conversion Rates.
Interaktive Bilder, Lookbooks und Blogs
Statische und redaktionelle Formate erzielen hohe Conversion Rates, wenn Produkte nur einen Klick entfernt sind. „Shoppable Images“ nutzen klickbare Hotspots, die einzelne Bereiche eines Bildes mit bestimmten Produkten verknüpfen. So wird ein inspirierendes Motiv direkt zu einem Weg zum Kaufabschluss. „Shoppable Articles“ und interaktive Lookbooks ermöglichen es Marken, aus Produktkatalogen und Geschichten nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Umsatz zu generieren.
Luxusmodemarken nutzen „Shoppable Articles“, um redaktionelle Inhalte direkt kaufbar zu machen. Die Geschichte und das Produkt verschmelzen zu einem einheitlichen Erlebnis. B2B Hersteller setzen dasselbe Format auf eine andere Weise ein: Produktbeschreibungen und digitale Kataloge werden mit einem direkten Zugang zu Angebotsanfragen oder Beschaffungsplattformen verbunden. Der Vorteil im Enterprise Umfeld liegt vor allem in wiederverwendbaren Content Komponenten. Marken können ein „Shoppable Asset“ einmal erstellen und anschließend über verschiedene Regionen, Sprachen und Kanäle hinweg veröffentlichen, ohne Inhalte jedes Mal neu erstellen zu müssen. So lässt sich „Shoppable Content“ effizient in neue Kampagnen integrieren.
„Shoppable Social Media“ und AR Erlebnisse
Social Media Plattformen ermöglichen heute zunehmend native Einkaufserlebnisse. Der Bereich Social Commerce wächst kontinuierlich. TikTok treibt diese Entwicklung maßgeblich voran. Laut eMarketer nähert sich der Anteil der Plattform am Social Commerce Markt in den USA bereits 20 Prozent. „Shoppable Posts“ und „Shoppable Pins“ ermöglichen es Marken, Produkte direkt in Social Media Beiträgen zu verlinken. Produkt-Tags ermöglichen den direkten Kauf innerhalb der Plattform, während „Shoppable Ads“ dieselbe Kaufmöglichkeit in bezahlte Werbeformate integrieren. Viele Marken setzen auf „Shoppable Ads“ in Social Media, da Kundinnen und Kunden den Feed nicht verlassen müssen und die gewonnene Aufmerksamkeit direkt in Verkäufe umgewandelt werden kann.
Marken können „Shoppable Posts“ direkt auf ihren Social Media Kanälen veröffentlichen. Sie bilden damit die Grundlage für Social Commerce und Social Shopping. Das hohe Volumen im Social Commerce macht Social Media Beiträge inzwischen auch für große Unternehmen relevant und nicht mehr nur für kleinere Anbieter. User Generated Content schafft zusätzlich Vertrauen: Ein authentisches Kundenfoto innerhalb zahlreicher Social Media Beiträge erzeugt häufig mehr Glaubwürdigkeit als eine perfekt inszenierte Kampagne. Dadurch verwandelt User Generated Content markierte Produkte direkt in Verkaufschancen.
Augmented Reality erweitert dieses Konzept, indem Kundinnen und Kunden Produkte beispielsweise vor dem Kauf in ihrer eigenen Umgebung visualisieren können. Gemeinsam ermöglichen diese Social Media Formate Marken, die passenden Zielgruppen zu erreichen und potenzielle Kundinnen und Kunden dort anzusprechen, wo sie bereits aktiv sind.
Der geschäftliche Mehrwert: Warum Unternehmen auf Inspirational Commerce setzen sollten
Der zentrale Mehrwert von „Shoppable Content“ liegt darin, die Distanz zwischen Aufmerksamkeit und Umsatz zu verkürzen und Kundinnen und Kunden schneller vom Interesse zum Kauf zu führen.
Die Verbindung zwischen Reichweite und Conversion schaffen. Hohe Besucherzahlen bei gleichzeitig niedrigen Conversion Rates sind eine der zentralen Herausforderungen, die „Shoppable Content“ löst. Jeder zusätzliche Schritt zwischen Produktentdeckung und Kaufabschluss erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kundinnen und Kunden den Prozess abbrechen. Indem der Inhalt selbst zum Point of Sale wird, verkürzen Marken den Weg von der Inspiration bis zum direkten Kauf, reduzieren Kaufbarrieren und gewinnen potenzielle Kundinnen und Kunden zurück, die andernfalls verloren gehen würden. Richtig eingesetzt, steigert dieser Ansatz die Conversion Rates bereits bestehender Inhalte und ermöglicht es Marken, mehr Umsatz zu generieren, ohne zusätzliche Investitionen in die Gewinnung von E-Commerce-Traffic tätigen zu müssen.
Globale Komplexität effizient managen. Große Marken betreiben selten nur eine Website in einer einzigen Sprache. Sie verwalten zahlreiche Regionen, Sprachen und Submarken gleichzeitig. Dabei ist es eine große Herausforderung, „Shoppable Content“ über alle Märkte hinweg aktuell und konsistent zu halten. Preise, Verfügbarkeiten und Promotions ändern sich kontinuierlich. Ein fehlerhaftes oder veraltetes „Shoppable Asset“ in einem einzelnen Markt kann die gesamte Customer Experience beeinträchtigen. Komponenten, die mit aktuellen Produktdaten gespeist werden, stellen sicher, dass alle Versionen über eigene Kanäle und bezahlte Medien hinweg stets aktuell bleiben.
Höhere Warenkorbwerte und stärkere Kundenbindung. Kontextbezogene und personalisierte Einkaufserlebnisse steigern den durchschnittlichen Warenkorbwert und fördern langfristige Kundenbeziehungen. Dadurch werden einmalige Käuferinnen und Käufer zu wiederkehrenden Kundinnen und Kunden. Wenn Empfehlungen für ergänzende Produkte genau zu dem passen, was eine Person gerade betrachtet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Artikel in den Warenkorb gelegt werden. Dadurch erhöht sich der durchschnittliche Bestellwert (Average Order Value, AOV), gleichzeitig wächst das Vertrauen in die Marke. So unterstützt „Shoppable Content“ Marken dabei, langfristige Beziehungen aufzubauen, anstatt lediglich einzelne Kaufabschlüsse zu erzielen. Das Ergebnis ist eine bessere Customer Experience und eine höhere Wahrscheinlichkeit für wiederholte Käufe durch loyale Kundinnen und Kunden.
Schnellere Markteinführung neuer Kampagnen. Mit der richtigen technologischen Grundlage können Marketing Teams „Shoppable Kampagnen“ innerhalb weniger Wochen statt mehrerer Quartale umsetzen. Vordefinierte Templates und direkte Commerce Integrationen ermöglichen es, bestehende Komponenten wiederzuverwenden, anstatt jede Kampagne von Grund auf neu zu entwickeln. Dadurch können Marketingmaßnahmen mit der Geschwindigkeit umgesetzt werden, die aktuelle Marktanforderungen erfordern. Wenn Content zum Wachstumstreiber wird, entwickelt sich diese Geschwindigkeit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Erfolgreiche Marken richten ihre Marketingstrategie zunehmend darauf aus.
Die Kerntechnologie hinter den „Shoppable“-Inhalten
Die Composable DXP und das hybride Headless CMS
Eine Composable Digital Experience Platform (DXP) ermöglicht es Marken, genau die Funktionen zusammenzustellen, die sie benötigen, von Content Management über Personalisierung bis hin zu Commerce, anstatt eine starre Komplettlösung einzusetzen. Die Content Ebene basiert häufig auf einem Headless CMS, das Inhalte von ihrer Darstellung trennt. Diese Trennung macht „Shoppable Assets“ wiederverwendbar: Ein einmal erstelltes Asset kann gleichzeitig eine Website, eine Mobile App, ein In Store Terminal oder ein digitales Display versorgen.
Ein reines Headless CMS bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Es stellt Entwicklerinnen und Entwicklern eine API basierte Bereitstellung zur Verfügung, nimmt Marketing Teams aber die visuelle Bearbeitung, auf die sie bei der Erstellung und Pflege von Inhalten angewiesen sind. Dadurch wird das Verknüpfen von Produkten und der Aufbau von „Shoppable Content“ zeitaufwendiger. Ein hybrides Headless CMS verbindet die Vorteile beider Welten: die API First Bereitstellung, die Entwicklungsteams benötigen, mit einem visuellen Editor für Marketing Teams. Content Editorinnen und Content Editoren können Inhalte und „Shoppable Assets“ erstellen, diese kanalübergreifend prüfen und anpassen, ohne Code schreiben zu müssen. Genau diese Kombination ermöglicht es Marken, Shoppable Experiences in der Geschwindigkeit umzusetzen, die Kundinnen und Kunden heute erwarten.
Inhalte, Commerce und Cloud miteinander verbinden
„Shoppable Content“ basiert auf aktuellen Produktdaten in Echtzeit. Die Plattform muss mit der Commerce Engine, häufig beispielsweise SAP oder Salesforce, sowie mit den Systemen verbunden sein, in denen Produktinformationen verwaltet werden. Nur so bleiben Preise, Verfügbarkeiten und Produktdetails überall dort aktuell, wo Inhalte ausgespielt werden. Wenn beispielsweise ein Produkt ausverkauft ist, sollten alle „Shoppable Assets“ und Produktseiten diese Änderung unmittelbar widerspiegeln.
Neben der Datenqualität spielt Sicherheit eine ebenso wichtige Rolle. Die Verbindung von Content und transaktionalem Commerce bedeutet, dass Zahlungsprozesse und Kundendaten über verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Compliance Anforderungen hinweg geschützt werden müssen. Ein bewährter Ansatz besteht darin, Transaktionen über das Commerce Backend abzuwickeln, anstatt sensible Zahlungsdaten im CMS zu speichern. Dadurch bleiben Checkout Prozesse konform, während wertvolle Daten zum Kundenverhalten sicher erfasst und für weitere Maßnahmen genutzt werden können. Dies gewinnt im Zeitalter von KI zunehmend an Bedeutung. Eine sichere Plattform wie die von CoreMedia bietet Marken eine vertrauenswürdige Grundlage, um Inhalte und Daten geschützt zu verwalten und gleichzeitig neue digitale Erlebnisse zu schaffen.
So entsteht eine erfolgreiche „Shoppable Content“ Strategie: Best Practices
KI zur Personalisierung nutzen, nicht zur Entscheidungsübernahme. Künstliche Intelligenz kann dabei unterstützen, „Shoppable Content“ gezielt zu personalisieren, beispielsweise indem Besucherinnen und Besuchern auf Basis ihres Verhaltens und ihrer Profile passende Inhalte angezeigt werden. Gleichzeitig kann KI wiederkehrende Aufgaben wie die Produktkennzeichnung oder Pflege von Metadaten automatisieren und Marketing Teams entlasten. Kundinnen und Kunden erwarten jedoch, dass KI unterstützt und nicht die Kontrolle über Kaufentscheidungen übernimmt. Eine Gartner Studie zeigt, dass die Bereitschaft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, KI selbstständige Kaufentscheidungen treffen zu lassen, selbst bei einfachen Produktkategorien nur bei maximal 11 Prozent liegt. Deutlich größer ist hingegen die Akzeptanz für KI, wenn sie dabei hilft, Auswahlmöglichkeiten einzugrenzen und relevante Produkte schneller zu finden. Die zentrale Erkenntnis für jede Digitalstrategie lautet daher: KI sollte die Produktsuche unterstützen, Fragen beantworten und Inspiration liefern, während die Kaufentscheidung weiterhin bei den Kundinnen und Kunden bleibt.
Inhalte mit Geschäftsergebnissen verknüpfen. „Shoppable Content“ sollte nicht nur anhand von Klicks und Aufrufen bewertet werden, sondern anhand seines tatsächlichen Einflusses auf den Umsatz. Dafür müssen Interaktionen im Frontend mit nachgelagerten Analytics Daten verbunden werden, damit Marken nachvollziehen können, welche Inhalte, Formate und Platzierungen tatsächlich zu Käufen führen. So kann beispielsweise ein einzelnes „Shoppable Video“ mehr Umsatz generieren als zahlreiche statische Beiträge. Eine durchgängige Datentransparenz macht aus einem „Shoppable Content“ Programm eine wertvolle Quelle für Erkenntnisse statt einer reinen Kennzahl ohne strategischen Mehrwert. Sie bildet damit die Grundlage für eine erfolgreiche E-Commerce Strategie und nachhaltiges Wachstum im digitalen Handel.
Zum richtigen Zeitpunkt persönliche Unterstützung einbinden. Bei hochwertigen oder komplexen Kaufentscheidungen, wie sie beispielsweise in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Reisen, B2B oder Luxus häufig vorkommen, reicht digitaler Content allein oft nicht aus, um einen Kaufabschluss zu erzielen. Erfolgreiche Marken ermöglichen deshalb einen nahtlosen Übergang von „Shoppable Content“ zu persönlicher Beratung, etwa über Live Chat, Click to Call oder Video Beratung, sobald Kundinnen und Kunden zögern oder ein starkes Kaufinteresse zeigen. Die persönliche Interaktion ersetzt den Content dabei nicht. Sie führt den Prozess weiter, den der Content bereits angestoßen hat, und verbessert die Customer Experience genau in dem Moment, in dem zusätzliche Unterstützung den größten Mehrwert bietet
Wie CoreMedia mit „Shoppable Content“ Conversion Rates steigert
Die CoreMedia Experience Platform wurde entwickelt, um genau diese Herausforderung zu lösen: Sie verbindet Content, Commerce, Daten und persönliche Interaktionen, sodass jeder digitale Kontaktpunkt zu einem direkten Weg zum Kauf werden kann, ohne dass bestehende Systeme vollständig ersetzt werden müssen.
Das Content Management System von CoreMedia ermöglicht es Content Teams, bestehende Medieninhalte selbst in „Shoppable Content“ umzuwandeln. „Shoppable Images“ nutzen Hotspots, um Produkte mit bestimmten Bereichen eines Bildes zu verknüpfen. „Shoppable Videos“ ermöglichen es, Produkte an definierten Zeitpunkten innerhalb der Videotimeline zu hinterlegen. Darüber hinaus können inspirierende Inhalte direkt auf ausgewählten Produktseiten integriert werden. Die integrierte Commerce Anbindung an Systeme wie SAP, Salesforce und Shopify stellt sicher, dass Produktinformationen, Preise und Verfügbarkeiten überall dort aktuell bleiben, wo Inhalte ausgespielt werden. So können Content Teams digitale Store Inhalte direkt in CoreMedia Studio verwalten, ohne zwischen verschiedenen Systemen wechseln zu müssen.
Ein anschauliches Beispiel ist Elkjøp, einer der größten Elektronikhändler Europas mit mehr als 400 Filialen. Das Unternehmen integriert Produktinformationen, Verfügbarkeiten und Preise direkt in multimediale Inhalte. Dadurch werden Videos zu interaktiven Einkaufserlebnissen mit direkter Kaufmöglichkeit bis zum Checkout.
Die persönliche Ebene ist ein entscheidender Differenzierungsfaktor der Plattform. Viele „Shoppable Content“ Lösungen enden beim digitalen Übergang zum Kaufprozess. Mit der CoreMedia Customer Engagement Platform lassen sich „Shoppable Experiences“ jedoch mit einem Cloud Contact Center verbinden. Wenn Kundinnen und Kunden mit hoher Kaufabsicht zögern, kann die Plattform automatisch Unterstützung über Live Chat, Click to Call oder eine Video Beratung anbieten. Gleichzeitig erhalten Servicemitarbeiterinnen und Servicemitarbeiter Einblick in die gesamte Customer Journey und können genau in dem Moment unterstützen, in dem Fragen oder Unsicherheiten entstehen. Laut CoreMedia Benchmark kann die Integration persönlicher Beratung den durchschnittlichen Warenkorbwert um rund 40 Prozent steigern. Für globale Marken entstehen dadurch zusätzliche Umsatzpotenziale aus bereits vorhandenem Traffic.
Unterhalb dieser beiden Ebenen unterstützt CoreMedia KIO, der integrierte KI Copilot der Plattform, bei der effizienten Erstellung und Optimierung von Inhalten. Er generiert Metadaten, passt Tonalität und Länge an verschiedene Kanäle an und optimiert Inhalte für eine bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen und KI Systemen. Dabei behalten Content Teams jederzeit die Kontrolle: Jede Empfehlung wird geprüft und freigegeben, bevor sie veröffentlicht wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist der Unterschied zwischen einer klassischen E-Commerce Website und „Shoppable Content“?
Eine klassische E-Commerce Website basiert in der Regel auf produktorientierten Übersichtsseiten, auf denen Kundinnen und Kunden Produkte suchen und vergleichen. „Shoppable Content“ integriert die Kaufmöglichkeit direkt in redaktionelle Inhalte, Videos und multimediale Formate. Dadurch können Verbraucherinnen und Verbraucher Produkte direkt aus der Geschichte oder dem Bild heraus kaufen, das ihr Interesse geweckt hat, ohne zunächst zu einer separaten Produktseite wechseln zu müssen.
Was ist ein Beispiel für „Shoppable Content“?
Zu den gängigen Beispielen gehören „Shoppable Videos“, bei denen Produkte direkt während der Wiedergabe ausgewählt werden können, „Shoppable Images“ mit klickbaren Hotspots, redaktionelle Artikel oder Lookbooks mit integrierten Kaufoptionen sowie „Shoppable Social Media Posts“ oder Anzeigen. In allen Fällen erfolgt der Kauf direkt innerhalb des Contents, ohne dass Kundinnen und Kunden eine separate Produktseite aufrufen müssen.
Wie wird Content zu „Shoppable Content“?
Marken verbinden ihre Inhalte mit aktuellen Produktdaten und verknüpfen Produkte innerhalb von Bildern, Videos und Artikeln, sodass Kundinnen und Kunden kaufen können, ohne die Seite zu verlassen. Ein Enterprise CMS übernimmt dabei die Produktverknüpfung und stellt sicher, dass Preise und Verfügbarkeiten aktuell bleiben. In CoreMedia Studio können Content Teams beispielsweise „Shoppable Hotzones“ und Produktverknüpfungen innerhalb von Videos direkt integrieren, während der Checkout über das Commerce Backend abgewickelt wird.
Wie ermöglicht ein Headless CMS „Shoppable Content“?
Ein Headless CMS trennt Inhalte von ihrer Darstellung und stellt sie über APIs bereit. Dadurch können Marken Kaufoptionen und Produktfunktionen in unterschiedliche digitale Kontaktpunkte integrieren, von Websites bis hin zu Mobile Apps, und dabei wiederverwendbare Komponenten nutzen. Das hybride Headless Content Management System von CoreMedia ergänzt diesen Ansatz um einen visuellen Editor, sodass Marketing Teams „Shoppable Content“ ohne Programmierkenntnisse erstellen können.
Was ist Inspirational Commerce?
Inspirational Commerce verwandelt Markenkommunikation in einen direkten Weg zum Kauf. Der Content, der Kundinnen und Kunden inspiriert, wird gleichzeitig zum Ort, an dem der Kauf stattfindet. Dieser Ansatz verbindet „Shoppable Content“, Omnichannel Bereitstellung und persönliche Unterstützung bei hochwertigen Kaufentscheidungen. CoreMedia beschreibt damit die Verbindung von Content, Commerce und Customer Engagement innerhalb einer zentralen Plattform.
Funktioniert „Shoppable Content“ auch für B2B Unternehmen?
Ja. Besonders für Hersteller bietet „Shoppable Content“ großes Potenzial. Unternehmen nutzen diesen Ansatz beispielsweise in Produktkatalogen, technischen Erklärvideos sowie Händler und Partnerportalen. Eine interaktive Explosionszeichnung kann einzelne Komponenten direkt mit technischen Datenblättern sowie Nachbestellungs oder Angebotsfunktionen verknüpfen. Auch Maschinenvorführungen können eine direkte Anfrageoption integrieren. Da B2B Kaufprozesse häufig komplexer sind, kann der digitale Prozess anschließend nahtlos an Vertriebsexpertinnen und Vertriebsexperten übergeben werden. Die CoreMedia Customer Engagement Platform unterstützt diesen Übergang beispielsweise über Live Chat, Click to Call oder Video Beratung.
Ist „Shoppable Content“ sicher?
Ja, wenn er auf einer Enterprise Plattform umgesetzt wird. Transaktionen werden dabei über das Commerce Backend abgewickelt, das bereits für die Verarbeitung von Zahlungen ausgelegt ist. Dadurch werden sensible Kundendaten nicht im CMS gespeichert. CoreMedia bietet flexible Hosting Modelle, sowohl Cloud als auch On Premise, um Inhalte und Daten über verschiedene Regionen hinweg sicher und Compliance konform zu verwalten. Dies gewinnt insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von KI weiter an Bedeutung.
Welche Arten von „Shoppable Content“ erzielen die besten Conversion Rates?
Das hängt von Zielgruppe, Produktart und Kaufentscheidung ab. Daher kombinieren die meisten Marken verschiedene Formate. „Shoppable Videos“ und Livestreams eignen sich häufig besonders für spontane Kaufentscheidungen im B2C Umfeld, während „Shoppable Articles“ und Lookbooks bei überlegten Kaufentscheidungen und höherpreisigen Produkten erfolgreich sind. Entscheidend ist, die verschiedenen Formate anhand tatsächlicher Umsätze und nicht nur anhand von Aufrufen oder Interaktionen zu bewerten. So lässt sich ermitteln, welche Formate für die jeweilige Marke und Zielgruppe den größten Mehrwert bieten.