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CoreMedia vs. Adobe Experience Manager

Ein kriterienbasierter Vergleich für Unternehmen, die zwischen einer Single-Vendor Adobe Suite und der Composable Plattform von CoreMedia abwägen.

Adobe Experience Manager (AEM) und CoreMedia sind beides Enterprise Digital Experience Plattformen, verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. AEM ist Teil der Adobe Experience Cloud, einer eng integrierten Suite, die Content Management und Asset Management mit Adobe Analytics, Adobe Target, Adobe Commerce und Creative Cloud verbindet. CoreMedia ist eine Composable Digital Experience Plattform auf Basis einer hybriden Headless Architektur, die darauf ausgelegt ist, Content, Commerce und Kundeninteraktion über Marken, Regionen und Kanäle hinweg zu orchestrieren.

Die richtige Wahl hängt vom bestehenden Technologie-Stack, den Teams und den individuellen Anforderungen ab. Bei der Evaluierung eines Enterprise CMS sollten insbesondere folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Composability. Lassen sich Content Management, Personalisierung und Kundeninteraktion unabhängig voneinander einsetzen und bei veränderten Anforderungen flexibel erweitern? Oder erfordert die Plattform bereits zu Beginn eine Entscheidung für eine vollständige Suite?
  • Content- und-Commerce-Integration. Lassen sich redaktionelle Inhalte über vorgefertigte Integrationen mit Produktkatalogen und transaktionalen Customer-Journeys verbinden, ohne umfangreiche individuelle Entwicklungen?
  • Preismodell. Skaliert die Preisgestaltung auf Basis der tatsächlichen Nutzung statt anhand der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer, sodass große Teams ohne steigende Kosten pro Nutzerin oder Nutzer arbeiten können?
  • Flexibilität bei der Bereitstellung. Unterstützt die Plattform Cloud-, Private-Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen und ermöglicht dabei Kontrolle über Hosting, EU-Datenspeicherung und Compliance-Anforderungen?
  • Personalisierung und Testing. Sind Personalisierung, Segmentierung und Testing bereits integriert oder werden diese Funktionen über ein separat lizenziertes Tool bereitgestellt?
Content Editing

CoreMedia und Adobe Experience Manager im Vergleich

Bereitstellung, Hosting und EU-Datenspeicherung

AEM unterliegt der Zuständigkeit eines US-amerikanischen Anbieters und verfolgt ein Cloud-First-Bereitstellungsmodell. CoreMedia hat seinen Hauptsitz in Deutschland und unterstützt Cloud-, Private-Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen mit Optionen für die EU-Datenspeicherung.

Personalisierung

Adobe Experience Manager ermöglicht Personalisierung in der Regel über das separat lizenzierte Adobe Target. CoreMedia bietet Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing nativ.

Content- und-Commerce-Integration

Die Anbindung von Adobe Experience Manager an Commerce-Lösungen erfordert häufig individuelle Integrationsarbeit. CoreMedia bietet vorgefertigte Commerce-Integrationen sowie „Shoppable Content“ standardmäßig.

Menschlich unterstützte Kundeninteraktion

Während CoreMedia digitale Customer-Journeys mit Live-Chat, Click-to-Call und Video-Interaktionen verbindet, fokussiert sich AEM auf Content- und Marketing-Erlebnisse.

Preismodell

Adobe Experience Manager nutzt Suite- und Add-on-Lizenzmodelle mit Named-User-Lizenzierung. CoreMedia setzt auf eine transparente Preisgestaltung auf Basis gleichzeitiger Nutzerinnen und Nutzer.

Implementierung und Kompetenzen

Das hybride Headless-Modell von CoreMedia reduziert die Abhängigkeit von Entwicklerinnen und Entwicklern für Marketing-Teams. Adobe Experience Manager erfordert hingegen in der Regel erfahrene Adobe- und Java-Spezialistinnen und -Spezialisten.

Update-Modell

AEM setzt auf verpflichtende kontinuierliche Cloud-Updates, während CoreMedia kontrollierte und selbst geplante Bereitstellungen ermöglicht.

KI und Automatisierung

Beide Plattformen integrieren KI in Content-Workflows mit menschlicher Freigabe. Die KI-Funktionen von Adobe erstrecken sich über die Experience Cloud und Creative Cloud und nutzen Firefly, insbesondere für die Erstellung kreativer Assets. CoreMedia KIO wurde speziell für Enterprise-Redaktionsteams entwickelt: markenkonform, auf individuelle Richtlinien trainiert und mit integrierten Governance-Funktionen ausgestattet.

Kreativ- und Asset-Produktion

Unternehmen mit umfangreichen Creative-Cloud-Workflows profitieren von der Integration von AEM Assets und Firefly. Für Teams, die nicht mit dem Adobe-Kreativ-Stack arbeiten, bietet CoreMedia ein integriertes DAM mit adaptiver Bild- und Videoverarbeitung, ohne Abhängigkeit von einer vollständigen Suite.

Wahl des passenden CMS

Adobe Experience Manager ist wahrscheinlich die bessere Wahl, wenn Unternehmen: 

 

 

 

 

CoreMedia ist wahrscheinlich die bessere Wahl, wenn Unternehmen:

  1. auf die Adobe Experience Cloud standardisiert sind, einschließlich Adobe Analytics, Adobe Target, Adobe Commerce und Creative Cloud.
  2. über große interne Adobe- und Java-Entwicklungsteams oder etablierte Adobe-Partner verfügen.
  3. umfangreiche, asset-intensive Kreativprozesse auf Basis von Creative Cloud und AEM Assets betreiben.
  4. einen zentral verantwortlichen Anbieter und eine von Adobe verwaltete kontinuierliche Bereitstellung bevorzugen.

 

  1. die Flexibilität einer Composable-Plattform nutzen und Best-of-Breed-Technologien frei kombinieren möchten.
  2. flexible Bereitstellungsoptionen, EU-Datenspeicherung oder die Kontrolle über On-Premises- und Private-Cloud-Umgebungen benötigen.
  3. native Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing ohne zusätzliches Tool nutzen möchten.
  4. Content, Commerce und menschlich unterstützte Kundeninteraktion auf einer Plattform verbinden möchten.
  5. Wert auf transparente, planbare Lizenzkosten mit einem Concurrent-User-Modell sowie eine geringere Abhängigkeit von Entwicklerinnen und Entwicklern im Marketing legen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQs)

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Adobe Experience Manager und CoreMedia?

AEM ist Teil der Adobe Experience Cloud, einer integrierten Suite, die Content-Management und Asset-Management mit den Analyse-, Testing-, Commerce- und Kreativ-Tools von Adobe verbindet. CoreMedia ist eine Composable-Digital-Experience-Plattform auf Basis einer hybriden Headless-Architektur, die darauf ausgelegt ist, Content, Commerce und Kundeninteraktion über verschiedene Kanäle hinweg mit flexiblen Bereitstellungsoptionen zu orchestrieren. AEM setzt auf eine Integration innerhalb des Adobe-Ökosystems aus einer Hand, während CoreMedia den Fokus auf Composability und freie Wahl der Bereitstellung legt.

Wann ist Adobe Experience Manager die bessere Wahl?

AEM eignet sich besonders für Unternehmen, die bereits auf die Adobe Experience Cloud standardisiert sind, über umfangreiche interne Adobe- und Java-Entwicklungskompetenzen verfügen und asset-intensive Kreativ-Workflows mit Creative Cloud und AEM Assets betreiben. Für Teams, die einen zentral verantwortlichen Anbieter und eine von Adobe verwaltete kontinuierliche Bereitstellung bevorzugen, bietet das Suite-Modell klare Vorteile.

Wann entscheiden sich Unternehmen für CoreMedia statt für Adobe Experience Manager?

Unternehmen entscheiden sich für CoreMedia, wenn sie auf eine Composable Architektur setzen möchten, ohne sich an eine umfassende Suite zu binden. Weitere Gründe sind flexible Bereitstellungsoptionen einschließlich On Premises und Private Cloud, native Personalisierung ohne zusätzliches Tool sowie die enge Verbindung von Content, Commerce und menschlich unterstützter Kundeninteraktion. Auch eine planbare Kostenstruktur durch die Lizenzierung auf Basis gleichzeitiger Nutzerinnen und Nutzer sowie die geringere Abhängigkeit von Entwicklerinnen und Entwicklern für Marketing-Teams zählen zu den häufigsten Entscheidungsgründen. 

Kann CoreMedia in Enterprise-Umgebungen als Alternative zu Adobe Experience Manager eingesetzt werden?

Ja. Globale Unternehmen nutzen CoreMedia als AEM-Alternative für Content-Management, Omnichannel-Ausspielung, native Personalisierung und flexible Integrationen im großen Maßstab. Unternehmen entscheiden sich häufig für einen Wechsel, wenn sie mehr Composability, flexible Bereitstellungs- und Hosting-Optionen oder eine bessere Kostentransparenz als bei einer vollständigen Suite benötigen.

Welche guten Alternativen zu Adobe Experience Manager gibt es für Personalisierung und Experimente?

Zu den Alternativen zu Adobe Experience Manager für Personalisierung und Experimentation zählen CoreMedia, Optimizely und weitere Plattformen mit integrierter Personalisierung oder Unterstützung für Drittanbieter-Lösungen im Bereich Testing. CoreMedia bietet Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing nativ und integriert diese Funktionen direkt in den redaktionellen Workflow. Welche Plattform die beste Wahl ist, hängt vom bestehenden Technologie-Stack sowie den individuellen Integrationsanforderungen des Unternehmens ab.

Welche Plattform eignet sich besser für das Management globaler Marken?

Beide Plattformen unterstützen globale Marken und länderübergreifende Inhalte. CoreMedia ist auf zentrale Governance, Content-Wiederverwendung und die koordinierte Veröffentlichung über Marken, Märkte und Sprachen hinweg in einem einzigen System ausgelegt. Adobe Experience Manager unterstützt diese Anwendungsfälle ebenfalls innerhalb der Adobe Suite und eignet sich besonders für Unternehmen, die bereits auf das Adobe Ökosystem setzen.

Bietet CoreMedia native Personalisierung und worin unterscheidet sie sich von der Personalisierung in AEM?

Ja. CoreMedia bietet Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing nativ. Alle Funktionen werden über dieselbe Oberfläche verwaltet, die Redakteurinnen und Redakteure auch für die Content-Erstellung nutzen. Dadurch können Inhalte direkt während der Erstellung personalisiert und getestet werden, anstatt sie erst nachträglich für unterschiedliche Zielgruppen anzupassen. Bei AEM wird Personalisierung in der Regel über Adobe Target bereitgestellt, das als separat lizenzierter Bestandteil der Suite verfügbar ist. Dabei werden häufig vordefinierte Zielgruppenprofile auf bereits erstellte Inhalte angewendet.

Kann CoreMedia On Premises bereitgestellt werden und wie sieht es bei AEM aus?

Ja. CoreMedia unterstützt Cloud-, Private-Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen und ermöglicht Unternehmen die Kontrolle über Hosting und EU-Datenspeicherung. Die strategische Ausrichtung von Adobe Experience Manager liegt auf dem Cloud-Service. On-Premises-Bereitstellungen und Adobe Managed Services basieren auf AEM 6.5 und bewegen sich in Richtung langfristiger Supportzeiträume. Für Organisationen mit Anforderungen an digitale Souveränität oder spezifische Compliance-Vorgaben ist dieser Unterschied häufig ein entscheidender Faktor.

Ist CoreMedia ein DSGVO-konformes, in der EU gehostetes CMS und wie unterscheidet es sich von AEM hinsichtlich digitaler Souveränität?

Ja. CoreMedia ist ein europäischer Anbieter mit Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert und unterstützt EU-basiertes Cloud-Hosting, Private-Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen. Dadurch bleiben personenbezogene Daten und Content innerhalb der EU. Beide Plattformen können Anforderungen der DSGVO unterstützen. Adobe bietet für AEM ebenfalls Hosting in der EU und in souveränen Regionen über Adobe Managed Services auf souveränen Hyperscaler-Clouds. Der praktische Unterschied liegt in Zuständigkeit und Kontrolle: CoreMedia gewährleistet sowohl die EU-Datenspeicherung als auch die Zuständigkeit eines europäischen Anbieters innerhalb der EU und ermöglicht Unternehmen den eigenständigen Betrieb der Plattform On Premises oder in einer Private Cloud. Für regulierte Branchen und den öffentlichen Sektor, in denen diese Anforderungen häufig eine zentrale Rolle spielen, ist dieses Maß an Kontrolle oft entscheidend.

Wie unterstützen die Plattformen Content und Commerce?

CoreMedia bietet vorgefertigte Integrationen mit Commerce-Plattformen wie Salesforce Commerce Cloud, SAP, commercetools und Elastic Path sowie „Shoppable Content“, das direkt in den redaktionellen Workflow integriert ist. Die Anbindung von AEM an Commerce-Lösungen, einschließlich Adobe Commerce, wird unterstützt, erfordert jedoch häufig mehr individuelle Integrationsarbeit, um Content mit Produktdaten und Transaktionen zu verknüpfen.

Kann CoreMedia mit Adobe-Produkten und Drittanbieter-Tools integriert werden?

Ja. CoreMedia lässt sich mit einer Vielzahl von Enterprise-Systemen integrieren, darunter DAM-, PIM- und CDP-Systeme, Analytics-Lösungen, E-Commerce-Plattformen und Marketing-Automation-Systeme. Auch Produkte aus dem Adobe-Ökosystem wie Adobe Analytics können weiterhin genutzt werden, wenn nach einem CMS-Wechsel bestehende Lösungen beibehalten werden sollen. Die API-First-Architektur von CoreMedia ist auf Best-of-Breed-Technologie-Stacks ausgelegt und ermöglicht die flexible Integration führender Lösungen.

Welche Faktoren beeinflussen die Gesamtbetriebskosten der Plattformen?

Bei AEM werden die Kosten durch Suite- und Add-on-Lizenzmodelle, Named-User-Stufen und Speicherlimits sowie durch den Bedarf an erfahrenen Adobe- und Java-Entwicklerinnen und -Entwicklern für Implementierung und Erweiterung der Plattform bestimmt. Bei CoreMedia hängen die Kosten vor allem von den eingesetzten Funktionen und dem Concurrent-User-Preismodell ab. Dadurch können große Teams die Nutzung skalieren, ohne dass die Kosten pro Nutzerin oder Nutzer steigen. Beide Plattformen erfordern Investitionen in die Implementierung. Der Unterschied liegt darin, wie sich die Kosten bei wachsender Nutzung und steigenden Anforderungen entwickeln.

Wann sollten Unternehmen von AEM zu CoreMedia migrieren und wie lange dauert die Migration?

Unternehmen ziehen eine Migration häufig in Betracht, wenn sie mehr Flexibilität bei der Wahl ihrer Tools, eine bessere Kostentransparenz oder eine modulare Architektur benötigen, die sich an verändernde Geschäftsanforderungen anpasst. Mit einem schrittweisen Ansatz kann eine Migration innerhalb von etwa 90 Tagen umgesetzt werden. CoreMedia überträgt Inhalte, Workflows und Integrationen inkrementell, während bestehende Systeme weiterhin aktiv bleiben. Enterprise Ireland war innerhalb dieses Zeitraums mit CoreMedia produktiv.

Wie unterscheiden sich AEM und CoreMedia im Bereich KI?

Beide Plattformen bieten integrierte KI-Funktionen. CoreMedia KIO ist ein integrierter Copilot für die Content-Erstellung, Metadaten sowie die Optimierung für SEO und GEO. Jeder Schritt erfolgt mit Freigabe durch Redakteurinnen und Redakteure.Da CoreMedia Content aus einer zentralen Quelle der Wahrheit verwaltet, also als strukturierte Content-Objekte statt seitenbasierter Templates, übernehmen KI-generierte Inhalte automatisch konsistente Metadaten, Taxonomien und Governance-Regeln über alle Kanäle hinweg. Dies ist besonders relevant für GEO: Strukturierte und einheitlich ausgezeichnete Inhalte werden mit höherer Wahrscheinlichkeit von KI-Suchsystemen aufgegriffen und zitiert als Inhalte aus fragmentierten oder seitenzentrierten Systemen. Adobe stellt KI-Funktionen über die Experience Cloud bereit, einschließlich Firefly für die Generierung kreativer Inhalte. Der praktische Unterschied liegt weniger darin, ob KI verfügbar ist, sondern vielmehr darin, wie die jeweiligen Lösungen in den bestehenden Technologie-Stack und das individuelle Governance-Modell integriert werden können.

Wo CoreMedia tendenziell besser passt

AEM wird als integrierte Suite innerhalb der Adobe Experience Cloud bereitgestellt. Dies eignet sich für Unternehmen, die einen Großteil der Suite einsetzen möchten, kann jedoch bedeuten, dass Funktionen lizenziert und konfiguriert werden müssen, die nicht benötigt werden. CoreMedia ist von Grund auf als Composable-Plattform konzipiert: Content-Management, Personalisierung, Experimentation und Kundeninteraktion können gemeinsam oder unabhängig voneinander eingesetzt werden. Unternehmen nutzen genau die Funktionen, die heute relevant sind, und erweitern die Plattform flexibel, wenn sich Anforderungen verändern, ohne sich von Beginn an an eine vollständige Plattform binden zu müssen.

 Adobe bietet für Adobe Experience Manager eine Bereitstellung in der EU und in souveränen Cloud Regionen über Adobe Managed Services auf Hyperscaler Infrastrukturen. Eine selbst betriebene On Premises Installation ist mit AEM 6.5 möglich, das sich jedoch auf den langfristigen Supportzeitraum zubewegt. Als US-amerikanischer Anbieter erfüllt Adobe die Anforderungen an die EU-Datenspeicherung in erster Linie über diese verwalteten Hyperscaler Lösungen. CoreMedia ist ein europäischer Anbieter mit Hauptsitz in Hamburg und unterstützt die Bereitstellung in der EU Cloud, in der Private Cloud sowie On Premises. Dadurch bleiben sowohl die EU-Datenspeicherung als auch die Zuständigkeit des Anbieters innerhalb der EU erhalten und Unternehmen behalten die volle Kontrolle darüber, wie und wo die Plattform betrieben wird. CoreMedia ist nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert. Gerade für Organisationen in regulierten Branchen und im öffentlichen Sektor, deren Anforderungen an die digitale Souveränität auch die Zuständigkeit des Anbieters oder den eigenständigen Betrieb der Plattform umfassen, ist dieses Maß an Kontrolle häufig ein entscheidender Faktor.

Bei AEM wird Personalisierung typischerweise über Adobe Target bereitgestellt, das als separat lizenzierter Bestandteil der Suite verfügbar ist. CoreMedia umfasst Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing nativ und ermöglicht die Verwaltung über dieselbe Oberfläche, die Redakteurinnen und Redakteure für die Content-Erstellung nutzen. Teams können Zielgruppen ansprechen und Inhalte testen, ohne ein zusätzliches Tool oder einen weiteren Vertrag integrieren zu müssen.

Die Verbindung von AEM mit Commerce-Lösungen erfordert häufig individuelle Integrationsarbeit, um Content mit Produktdaten und Transaktionen zu verknüpfen. CoreMedia bietet vorgefertigte Integrationen mit Commerce-Plattformen wie Salesforce Commerce Cloud, SAP, commercetools und Elastic Path sowie „Shoppable Content“ und inspirierendes Storytelling, die direkt in den redaktionellen Workflow integriert sind. Teams können Content und Commerce miteinander verbinden, ohne das Frontend neu entwickeln zu müssen.

AEM fokussiert sich innerhalb der Adobe Suite auf Content-, Asset- und Marketing-Erlebnisse. Die CoreMedia Customer Engagement Platform erweitert die Customer-Journey um menschlich unterstützte Kontaktpunkte wie Live-Chat, Click-to-Call und Video-Interaktionen, die ausgelöst werden, wenn Besucherinnen und Besucher eine hohe Kaufabsicht oder Unsicherheit zeigen. So verbindet CoreMedia digitale Erlebnisse mit konversionsfördernder menschlicher Interaktion innerhalb derselben Plattform.

AEM nutzt Suite- und Add-on-Lizenzmodelle mit Named-User-Stufen und Speicherlimits. Dadurch kann die Gesamtkostenplanung komplexer werden, wenn die Nutzung über Teams, Marken und Regionen hinweg wächst. CoreMedia setzt auf eine transparente Preisgestaltung und ein Concurrent-User-Modell. Dadurch können große Redaktions- und Marketing-Teams die Nutzung skalieren, ohne dass die Kosten pro Nutzerin oder Nutzer steigen. Unternehmen zahlen für die Funktionen und Kapazitäten, die sie tatsächlich nutzen.

Die hohe Funktionsvielfalt von AEM ist besonders für spezialisierte Teams geeignet. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, sind jedoch häufig erfahrene Adobe- und Java-Entwicklerinnen und -Entwickler erforderlich. Das hybride Headless-Modell von CoreMedia verbindet API-First-Auslieferung mit visueller Bearbeitung im Kontext. Dadurch können Marketing-Teams und Redakteurinnen und Redakteure Experiences eigenständig erstellen und anpassen, mit weniger Abhängigkeit von der Entwicklung. Redakteurinnen und Redakteure können Inhalte kanalübergreifend vor der Veröffentlichung prüfen und die Time-to-Web deutlich reduzieren.

Reibungslose Migration in weniger als 90 Tagen

Eine Migration von einem bestehenden CMS sollte laufende Geschäftsprozesse nicht beeinträchtigen oder digitale Initiativen ausbremsen. Für Unternehmen, die von Adobe Experience Manager wechseln, steht die Kontinuität während des Übergangs zu einer Composable-Plattform im Mittelpunkt.

CoreMedia verfolgt einen strukturierten, schrittweisen Ansatz statt eines vollständigen Neuaufbaus. Das Projekt beginnt mit einer Discovery-Phase, in der bestehende AEM-Inhalte analysiert und auf das CoreMedia Content-Modell übertragen werden. Anschließend werden Inhalte aus AEM extrahiert, in das CoreMedia-Format transformiert und über den CoreMedia Ingest-Service importiert, einschließlich Metadaten, Assets und Nutzerinnen und Nutzern.

Bestehende Systeme bleiben während der Migration aktiv, während Inhalte, Workflows und Integrationen schrittweise übertragen werden.

Durch klare Governance und eine phasenweise Umsetzung können Unternehmen bestehende Inhalte neu strukturieren und optimieren, anstatt sie vollständig neu zu erstellen. Dadurch werden Risiken reduziert und doppelte Arbeit vermieden. Mit der richtigen Planung schafft die Migration schnell Mehrwert: Enterprise Ireland war innerhalb von 90 Tagen mit CoreMedia produktiv.

Für Unternehmen mit Anforderungen an EU-Datenspeicherung oder digitale Souveränität kann die Migration auf eine EU-Region-Cloud, eine Private Cloud oder eine On-Premises-Umgebung ausgerichtet werden. So bleiben Content und personenbezogene Daten während des gesamten Migrationsprozesses und nach dem Go-Live innerhalb der erforderlichen Zuständigkeit.

Als europäischer Anbieter mit ISO/IEC 27001:2022-Zertifizierung unterstützt CoreMedia eine DSGVO-konforme Migration, bei der Datenspeicherung und Governance von Beginn an definiert und nicht nachträglich angepasst werden müssen. Dies ist insbesondere für regulierte Branchen wie Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und den öffentlichen Sektor relevant.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQs)

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Adobe Experience Manager und CoreMedia?

AEM ist Teil der Adobe Experience Cloud, einer integrierten Suite, die Content-Management und Asset-Management mit den Analyse-, Testing-, Commerce- und Kreativ-Tools von Adobe verbindet. CoreMedia ist eine Composable-Digital-Experience-Plattform auf Basis einer hybriden Headless-Architektur, die darauf ausgelegt ist, Content, Commerce und Kundeninteraktion über verschiedene Kanäle hinweg mit flexiblen Bereitstellungsoptionen zu orchestrieren. AEM setzt auf eine Integration innerhalb des Adobe-Ökosystems aus einer Hand, während CoreMedia den Fokus auf Composability und freie Wahl der Bereitstellung legt.

Wann ist Adobe Experience Manager die bessere Wahl?

AEM eignet sich besonders für Unternehmen, die bereits auf die Adobe Experience Cloud standardisiert sind, über umfangreiche interne Adobe- und Java-Entwicklungskompetenzen verfügen und asset-intensive Kreativ-Workflows mit Creative Cloud und AEM Assets betreiben. Für Teams, die einen zentral verantwortlichen Anbieter und eine von Adobe verwaltete kontinuierliche Bereitstellung bevorzugen, bietet das Suite-Modell klare Vorteile.

Wann entscheiden sich Unternehmen für CoreMedia statt für Adobe Experience Manager?

Unternehmen entscheiden sich für CoreMedia, wenn sie auf eine Composable Architektur setzen möchten, ohne sich an eine umfassende Suite zu binden. Weitere Gründe sind flexible Bereitstellungsoptionen einschließlich On Premises und Private Cloud, native Personalisierung ohne zusätzliches Tool sowie die enge Verbindung von Content, Commerce und menschlich unterstützter Kundeninteraktion. Auch eine planbare Kostenstruktur durch die Lizenzierung auf Basis gleichzeitiger Nutzerinnen und Nutzer sowie die geringere Abhängigkeit von Entwicklerinnen und Entwicklern für Marketing-Teams zählen zu den häufigsten Entscheidungsgründen. 

Kann CoreMedia in Enterprise-Umgebungen als Alternative zu Adobe Experience Manager eingesetzt werden?

Ja. Globale Unternehmen nutzen CoreMedia als AEM-Alternative für Content-Management, Omnichannel-Ausspielung, native Personalisierung und flexible Integrationen im großen Maßstab. Unternehmen entscheiden sich häufig für einen Wechsel, wenn sie mehr Composability, flexible Bereitstellungs- und Hosting-Optionen oder eine bessere Kostentransparenz als bei einer vollständigen Suite benötigen.

Welche guten Alternativen zu Adobe Experience Manager gibt es für Personalisierung und Experimente?

Zu den Alternativen zu Adobe Experience Manager für Personalisierung und Experimentation zählen CoreMedia, Optimizely und weitere Plattformen mit integrierter Personalisierung oder Unterstützung für Drittanbieter-Lösungen im Bereich Testing. CoreMedia bietet Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing nativ und integriert diese Funktionen direkt in den redaktionellen Workflow. Welche Plattform die beste Wahl ist, hängt vom bestehenden Technologie-Stack sowie den individuellen Integrationsanforderungen des Unternehmens ab.

Welche Plattform eignet sich besser für das Management globaler Marken?

Beide Plattformen unterstützen globale Marken und länderübergreifende Inhalte. CoreMedia ist auf zentrale Governance, Content-Wiederverwendung und die koordinierte Veröffentlichung über Marken, Märkte und Sprachen hinweg in einem einzigen System ausgelegt. Adobe Experience Manager unterstützt diese Anwendungsfälle ebenfalls innerhalb der Adobe Suite und eignet sich besonders für Unternehmen, die bereits auf das Adobe Ökosystem setzen.

Bietet CoreMedia native Personalisierung und worin unterscheidet sie sich von der Personalisierung in AEM?

Ja. CoreMedia bietet Personalisierung, Segmentierung und A/B-Testing nativ. Alle Funktionen werden über dieselbe Oberfläche verwaltet, die Redakteurinnen und Redakteure auch für die Content-Erstellung nutzen. Dadurch können Inhalte direkt während der Erstellung personalisiert und getestet werden, anstatt sie erst nachträglich für unterschiedliche Zielgruppen anzupassen. Bei AEM wird Personalisierung in der Regel über Adobe Target bereitgestellt, das als separat lizenzierter Bestandteil der Suite verfügbar ist. Dabei werden häufig vordefinierte Zielgruppenprofile auf bereits erstellte Inhalte angewendet.

Kann CoreMedia On Premises bereitgestellt werden und wie sieht es bei AEM aus?

Ja. CoreMedia unterstützt Cloud-, Private-Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen und ermöglicht Unternehmen die Kontrolle über Hosting und EU-Datenspeicherung. Die strategische Ausrichtung von Adobe Experience Manager liegt auf dem Cloud-Service. On-Premises-Bereitstellungen und Adobe Managed Services basieren auf AEM 6.5 und bewegen sich in Richtung langfristiger Supportzeiträume. Für Organisationen mit Anforderungen an digitale Souveränität oder spezifische Compliance-Vorgaben ist dieser Unterschied häufig ein entscheidender Faktor.

Ist CoreMedia ein DSGVO-konformes, in der EU gehostetes CMS und wie unterscheidet es sich von AEM hinsichtlich digitaler Souveränität?

Ja. CoreMedia ist ein europäischer Anbieter mit Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert und unterstützt EU-basiertes Cloud-Hosting, Private-Cloud- und On-Premises-Bereitstellungen. Dadurch bleiben personenbezogene Daten und Content innerhalb der EU. Beide Plattformen können Anforderungen der DSGVO unterstützen. Adobe bietet für AEM ebenfalls Hosting in der EU und in souveränen Regionen über Adobe Managed Services auf souveränen Hyperscaler-Clouds. Der praktische Unterschied liegt in Zuständigkeit und Kontrolle: CoreMedia gewährleistet sowohl die EU-Datenspeicherung als auch die Zuständigkeit eines europäischen Anbieters innerhalb der EU und ermöglicht Unternehmen den eigenständigen Betrieb der Plattform On Premises oder in einer Private Cloud. Für regulierte Branchen und den öffentlichen Sektor, in denen diese Anforderungen häufig eine zentrale Rolle spielen, ist dieses Maß an Kontrolle oft entscheidend.

Wie unterstützen die Plattformen Content und Commerce?

CoreMedia bietet vorgefertigte Integrationen mit Commerce-Plattformen wie Salesforce Commerce Cloud, SAP, commercetools und Elastic Path sowie „Shoppable Content“, das direkt in den redaktionellen Workflow integriert ist. Die Anbindung von AEM an Commerce-Lösungen, einschließlich Adobe Commerce, wird unterstützt, erfordert jedoch häufig mehr individuelle Integrationsarbeit, um Content mit Produktdaten und Transaktionen zu verknüpfen.

Kann CoreMedia mit Adobe-Produkten und Drittanbieter-Tools integriert werden?

Ja. CoreMedia lässt sich mit einer Vielzahl von Enterprise-Systemen integrieren, darunter DAM-, PIM- und CDP-Systeme, Analytics-Lösungen, E-Commerce-Plattformen und Marketing-Automation-Systeme. Auch Produkte aus dem Adobe-Ökosystem wie Adobe Analytics können weiterhin genutzt werden, wenn nach einem CMS-Wechsel bestehende Lösungen beibehalten werden sollen. Die API-First-Architektur von CoreMedia ist auf Best-of-Breed-Technologie-Stacks ausgelegt und ermöglicht die flexible Integration führender Lösungen.

Welche Faktoren beeinflussen die Gesamtbetriebskosten der Plattformen?

Bei AEM werden die Kosten durch Suite- und Add-on-Lizenzmodelle, Named-User-Stufen und Speicherlimits sowie durch den Bedarf an erfahrenen Adobe- und Java-Entwicklerinnen und -Entwicklern für Implementierung und Erweiterung der Plattform bestimmt. Bei CoreMedia hängen die Kosten vor allem von den eingesetzten Funktionen und dem Concurrent-User-Preismodell ab. Dadurch können große Teams die Nutzung skalieren, ohne dass die Kosten pro Nutzerin oder Nutzer steigen. Beide Plattformen erfordern Investitionen in die Implementierung. Der Unterschied liegt darin, wie sich die Kosten bei wachsender Nutzung und steigenden Anforderungen entwickeln.

Wann sollten Unternehmen von AEM zu CoreMedia migrieren und wie lange dauert die Migration?

Unternehmen ziehen eine Migration häufig in Betracht, wenn sie mehr Flexibilität bei der Wahl ihrer Tools, eine bessere Kostentransparenz oder eine modulare Architektur benötigen, die sich an verändernde Geschäftsanforderungen anpasst. Mit einem schrittweisen Ansatz kann eine Migration innerhalb von etwa 90 Tagen umgesetzt werden. CoreMedia überträgt Inhalte, Workflows und Integrationen inkrementell, während bestehende Systeme weiterhin aktiv bleiben. Enterprise Ireland war innerhalb dieses Zeitraums mit CoreMedia produktiv.

Wie unterscheiden sich AEM und CoreMedia im Bereich KI?

Beide Plattformen bieten integrierte KI-Funktionen. CoreMedia KIO ist ein integrierter Copilot für die Content-Erstellung, Metadaten sowie die Optimierung für SEO und GEO. Jeder Schritt erfolgt mit Freigabe durch Redakteurinnen und Redakteure.Da CoreMedia Content aus einer zentralen Quelle der Wahrheit verwaltet, also als strukturierte Content-Objekte statt seitenbasierter Templates, übernehmen KI-generierte Inhalte automatisch konsistente Metadaten, Taxonomien und Governance-Regeln über alle Kanäle hinweg. Dies ist besonders relevant für GEO: Strukturierte und einheitlich ausgezeichnete Inhalte werden mit höherer Wahrscheinlichkeit von KI-Suchsystemen aufgegriffen und zitiert als Inhalte aus fragmentierten oder seitenzentrierten Systemen. Adobe stellt KI-Funktionen über die Experience Cloud bereit, einschließlich Firefly für die Generierung kreativer Inhalte. Der praktische Unterschied liegt weniger darin, ob KI verfügbar ist, sondern vielmehr darin, wie die jeweiligen Lösungen in den bestehenden Technologie-Stack und das individuelle Governance-Modell integriert werden können.

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Vergleich der beiden Plattformen anhand individueller Anforderungen

Die beste Entscheidungsgrundlage ist ein Vergleich dieser Kriterien mit dem eigenen Technologie-Stack, den vorhandenen Teams und den individuellen Compliance-Anforderungen. Das CoreMedia-Team unterstützt dabei, Anforderungen zu analysieren und aufzuzeigen, wie die Plattform diese Anforderungen erfüllt.

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