Ein ganzer Tag voller Kundenerfolgsgeschichten, Produktinnovationen und ehrlicher Gespräche darüber, wohin sich KI in Content-Management-Prozessen entwickelt. Das Motto: „The Future done Right. 30 Years of Customer Innovation.“
Hier sind die Highlights.
Auftakt zur Connect: Sören Stamer über 30 Jahre CoreMedia und was sie wirklich lehren
Sören Stamer, CEO und Co-Founder von CoreMedia, nutzte seine Keynote nicht nur, um 30 Jahre Unternehmensgeschichte zu feiern, sondern auch, um echte Lehren aus dieser Zeit zu ziehen. Was lernt man eigentlich über drei Jahrzehnte hinweg, in denen man immer wieder technologische Umbrüche durchläuft, wenn die nächste Welle bereits anrollt?
Zentrale Punkte:
- Die letzten 1.000 Tage haben mehr verändert als die 9.000 davor. Seit der Einführung von ChatGPT Ende 2022 haben sich Content-Management-Prozesse, Suchverhalten und Kundenerwartungen stärker verändert als im gesamten Jahrzehnt zuvor.
- Dauerhafte Probleme lösen, nicht Hype-Zyklen hinterherlaufen. CoreMedia hat den Dotcom-Crash, Mobile, Headless und Composable überstanden, indem konsequent auf eine stabile Architektur gesetzt wurde und nicht, indem das Unternehmen sich jedes Jahr nach dem jeweiligen Technologietrend neu ausgerichtet oder umbenannt hat. Der Metaverse-Hype ist ein aktuelles Beispiel dafür, was passiert, wenn man das Gegenteil tut.
- Digitale Souveränität ist ein Thema auf Vorstandsebene. Die Abhängigkeit von ausländischer Cloud-Infrastruktur ist längst keine reine Beschaffungsfrage mehr. Für Regierungen, Versorgungsunternehmen und globale Handelsunternehmen haben jüngste Ausfälle sie zu einem klaren geschäftskritischen Risiko gemacht.
- Der nächste Kunde ist möglicherweise kein Mensch. KI-Agenten recherchieren, vergleichen und kaufen zunehmend im Auftrag realer Personen. Inhalte müssen daher maschinenlesbar, strukturiert, getaggt, governance-gesteuert und über APIs zugänglich sein, sonst erscheinen sie in diesen Interaktionen nicht.
- Human + AI ist das Betriebsmodell der Zukunft. Automatisierung skaliert schnell, aber Vertrauen im Enterprise-Kontext braucht weiterhin menschliche Kontrolle, klare Governance und Verantwortlichkeit. Beides funktioniert am besten im Zusammenspiel.
Die vollständige Keynote von Sören Stamer ansehen – hier klicken.
Roy Smeets über die Zukunft der CoreMedia Experience Platform
Roy Smeets, Chief Product & Technology Officer von CoreMedia, gab dem Publikum einen klaren und pragmatischen Ausblick darauf, wohin sich die CoreMedia Experience Platform entwickelt und stellte dabei die Praxis über die Vision.
Zentrale Punkte:
- CoreMedia KIO ist live im Einsatz. Der KI Co-Pilot übernimmt Metadaten-Extraktion, Content-Variantenerstellung, Bulk-Operationen und Anpassungen des Tone of Voice direkt im redaktionellen Interface. Brand Voice-Regeln, Prompt-Bibliotheken und Freigabe-Workflows sorgen dafür, dass Governance erhalten bleibt, während Teams schneller arbeiten.
- Personalisierung dort, wo Redakteurinnen und Redakteure arbeiten. Roy zeigte die direkte Integration von Engagement Daten in Studio. Echtzeit Zielgruppensignale werden ohne Toolwechsel im redaktionellen Interface sichtbar. Das ermöglicht schnellere und fundiertere Entscheidungen.
- Das „Studio der Zukunft“ ist dialogorientiert. Redakteurinnen und Redakteure formulieren Ziele und die Oberfläche zeigt passende Inhalte, Daten und Aktionen. Weniger Navigation, mehr Intention.
- Agentic AI als nächste Entwicklungsstufe. Markenagenten, die direkt mit den persönlichen KI Assistenten von Kundinnen und Kunden interagieren, Empfehlungen aussprechen, verhandeln und Transaktionen auslösen, sind keine Theorie mehr. CoreMedia entwickelt bereits heute für dieses Modell.
- Die Werkzeuge sind da. Jetzt ist der Zeitpunkt zu handeln. Von CoreMedia KIO über personalisierte Inhalte im großen Maßstab bis hin zu KI gestütztem Customer Support.
Die vollständige Produktpräsentation von Roy Smeets hier ansehen.
Jeroen Blaas: Hype von Realität im Bereich Digital Experience trennen
Jeroen Blaas, Chief Revenue Officer von CoreMedia, eröffnete den Nachmittag mit einem klaren Versprechen: keine vagen 10-Jahres-Visionen, kein KI-Hype. Stattdessen nur das, was heute bereits real ist und morgen genutzt werden kann. Er zeigte vier Branchentrends und die dazugehörigen Daten.
Zentrale Punkte:
- Personalisierung ist kein Hype, sondern 40 Prozent mehr Umsatz. McKinsey-Daten zeigen, dass Unternehmen, die in Personalisierung führend sind, deutlich höhere Umsätze erzielen. Personalisierung bleibt damit eine zentrale strategische Priorität.
- Das CX-Paradox ist real und wird größer. Neun von zehn Führungskräften glauben, dass Kundenloyalität steigt. Gleichzeitig stimmen nur vier von zehn Kundinnen und Kunden zu. Und 52 Prozent beenden nach nur einer schlechten Erfahrung den Kauf. Irrelevanz ist die wichtigste Ursache.
- AI-first CX ist bereits Realität. 50 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen bereits KI-gestützte Suche für ihre Entscheidungen. Die Frage ist nicht mehr, ob Kundinnen und Kunden KI nutzen, sondern ob Inhalte dafür bereit sind.
- Digitale Agilität führt zu messbaren Ergebnissen. Agile Organisationen verbessern ihre finanzielle Performance um 30 Prozent, die operative Performance um 50 Prozent und die Kundenzufriedenheit um 30 Prozent.
- Die Zukunft ist KI und Mensch, nicht KI oder Mensch. 53 Prozent der Kundinnen und Kunden vertrauen weiterhin eher Menschen als KI bei Empfehlungen. Erfolgreich ist das Modell, in dem KI Menschen unterstützt und verbessert, nicht ersetzt.
Die vollständige Präsentation von Jeroen Blaas ansehen – Link zum YouTube-Video.
Kunden-Insights aus der Praxis
Von 30.000 Seiten zur richtigen Antwort: GTAI mit KI-gestützter Suche
Germany Trade & Invest (GTAI) verfügte über 30.000 Inhaltsseiten, deren Navigation nicht mehr skalierbar war. Die Senior Online Marketing Managerinnen Yvonne Richtsteig und Maike Neumann sowie Tobias Glaßner von ]init[ zeigten, wie sie ein kategorieseitenbasiertes Modell durch eine KI-gestützte Suche ersetzt haben, die Nutzerintention versteht und präzise Antworten liefert statt nur Links.
Highlights:
- KI-Suche ersetzt starre Navigation bei einer 30.000-Seiten-Content-Landschaft
- Nutzerinnen und Nutzer erhalten direkte, kontextbezogene Antworten statt durch Kategorien zu navigieren
- Strukturierter Content ist die Grundlage, die die KI-Ebene erst möglich macht
Die GTAI-Präsentation ansehen.
DIHK: Was wirklich passiert, wenn ein Redaktionsteam KI in den Arbeitsalltag integriert
Julia Fellinger, Pressesprecherin der DIHK, kam zur Connect nicht, um eine Strategie zu präsentieren, sondern um zu zeigen, was passiert, wenn Strategie auf Realität trifft. Die DIHK - die Deutsche Industrie- und Handelskammer - hat ihre Website auf CoreMedia neu gelauncht und CoreMedia KIO gleichzeitig in den redaktionellen Alltag integriert.
Highlights:
- Eine praxisnahe Einordnung der KI-Einführung: was sich verändert hat, was das Team lernen musste und was im Nachhinein anders gemacht worden wäre
- Aus der Perspektive der Redaktion erzählt, nicht als technologische Roadmap
- Genau die Art von Praxisnachweis, die bei Evaluierungen in Unternehmen überzeugt
Die DIHK-Präsentation ansehen.
IKB: Von fragmentierter Präsenz zu integrierter digitaler Experience
IKB betrieb zuvor getrennte digitale Lösungen, die sich über die Zeit auseinanderentwickelt hatten: unterschiedliche Workflows, inkonsistente Nutzererlebnisse und hoher Wartungsaufwand. Matthias Münch und Angelina Fuchs (IKB) sowie Sandra Grob (adesso) zeigten, wie der Relaunch auf CoreMedia alle Systeme auf einer Plattform zusammengeführt hat.
Highlights:
- Eine einzige Plattform steuert nun alle digitalen Touchpoints der IKB
- Redaktionsteams arbeiten in einem konsistenten, einheitlichen Workflow
- Das Projekt hat verändert, wie die Bank ihre digitale Präsenz versteht, nicht nur wo Inhalte verwaltet werden
IBM iX über die Weiterentwicklung von Bundeswehr.de
Marie Oelgemöller und Tim Habermann von IBM iX präsentierten die kontinuierliche Weiterentwicklung von Bundeswehr.de. Eine öffentlich zugängliche Plattform unter hoher Beobachtung, die eine komplexe Nutzergruppe unter strengen Sicherheitsanforderungen bedient.
Highlights:
- Keine Relaunch-Story, sondern ein fortlaufendes Engagement für eine bestehende, geschäftskritische Live-Plattform
- Fokus auf die technische und redaktionelle Disziplin, die erforderlich ist, um die Plattform kontinuierlich aktuell zu halten
- Ein klares Beispiel dafür, wie Enterprise-Grade-Platform-Management in der Praxis aussieht
Die IBM iX-Präsentation ansehen.
Live-Demo: CoreMedias KI und Personalisierung in Aktion
Oliver Heyden, Head of Solution Architects EMEA, zeigte eine Live-Demonstration von CoreMedia KIO und der Personalisierungs-Engine direkt im Studio.
Was das Publikum gesehen hat:
- CoreMedia KIO bearbeitet echte redaktionelle Aufgaben direkt im Authoring-Interface
- Echtzeit-Engagement-Signale sind direkt in Studio sichtbar, ohne Toolwechsel
- Personalisierung und Content-Management arbeiten als ein integriertes System statt als lose gekoppelte Komponenten
Die vollständige Demo ansehen.
Was 30 Jahre wirklich bedeuten
CoreMedia wurde 1996 in Hamburg gegründet. Seitdem hat sich vieles verändert: das Internet, E-Commerce, Mobile, Headless, Composable und KI. Jede dieser Wellen hat die Branche neu geformt, und CoreMedia hat sich angepasst, ohne den roten Faden zu verlieren.
Die Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner auf der Bühne im Jahr 2026 haben CoreMedia nicht nur eingeführt. Sie haben darauf echte Content-Operationen aufgebaut, die neue KI-Funktionen integrieren konnten, ohne von vorne beginnen zu müssen. Das setzt eine Plattform voraus, die auf langlebigen Fundamenten basiert, nicht auf dem jeweils aktuellen Hype.
Die nächste Frage ist, was die nächste Ära erfordert und wie man sie richtig gestaltet.
Sind Sie bereit, die Plattform in Aktion zu erleben? Buchen Sie eine Demo.
Weitere Höhepunkte der Veranstaltung in unserer Playlist auf YouTube. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2027!