Ja zu Social Media – aber nicht um jeden Preis


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Erstellt von

  • Knud Kegel Senior Vice President, Business Development
  • 11/02/2013

Social Media ist allgegenwärtig. Die meisten Unternehmen bieten daher ein oder mehrere soziale Features auf ihrer Website an. Die Bandbreite reicht von einem Link zur unternehmenseigenen Facebook-Seite bis hin zur Einbindung sozialer Funktionen wie Kommentaren, Bewertungen, Umfragen und Foren.

Unternehmen, die den Hype um die soziale Interaktion geschickt für sich nutzen, können aus einer ehemals starren Website eine Plattform für den dynamischen Austausch mit Kunden und Interessenten machen. Das Ergebnis: intensivere Kundenbindungen, gesteigerte Kundentreue, höhere Einnahmen sowie Inspiration für neue Inhalte und Produkte.

So verlockend die Vorzüge sozialer Interaktion auch erscheinen mögen, die Einbindung von Social Media-Funktionen in kommerzielle Websites birgt Risiken. 

Zum Beispiel kann der Ton in sozialen Netzwerken durchaus rau sein. Im schlimmsten Fall ist die Atmosphäre derart vergiftet, dass Kunden und Interessenten der Website fernbleiben. Interaktion ist wichtig. Unternehmen sollten dabei aber stets die Kontrolle über die eigene Marke behalten.

Unternehmen sollten zudem bedenken, dass eine höhere Nutzeraktivität zwar wünschenswert ist, gleichzeitig aber auch eine Belastung für ihre Website darstellt. Insbesondere ein hohes Maß an “Schreib”-Zugriffen kann die Social Content-Infrastruktur einer Website auf die Probe stellen. Unternehmen, die dynamische Inhalte in Echtzeit speichern und veröffentlichen möchten, erkennen daher schnell: Die Technologien, mit denen sie in der Vergangenheit noch große Mengen an Social Content, inklusive Web Caching und Content Delivery Networks (CDNs), gehandhabt haben, sind mit dem massiven Anstieg sozialer Interaktion schlichtweg überfordert.

Wie also können Unternehmen mit ihren Kunden interagieren, ohne die eigene Marke zu gefährden? Indem sie die folgenden 3 Punkte beachten:

  • Moderation
    Intelligente Moderation beinhaltet die Bereitstellung von Moderations-Werkzeugen sowohl für Website-Besucher als auch für das unternehmenseigene Support Team. Problemfälle können so identifiziert und gelöst werden, bevor sie außer Kontrolle geraten. Werkzeuge umfassen die Vor- und Nachmoderation von benutzergeneriertem Content sowie die Verwaltung von Social Community Mitgliedern. Auf diese Weise können Nutzer, die wiederholt gegen die Netz-Etiquette verstoßen, gesperrt werden. Zudem können unangemessene Inhalte markiert und gegenüber Moderatoren angezeigt werden.

  • Social Media Content Pflege
    Ist es Unternehmen gelungen, eine aktive, pulsierende Social Community aufzubauen, ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen – die neu gewonnenen Markenbotschafter dazu zu bringen, sich über entsprechende Web Applikationen mit eigenen Ideen und Themen in Diskussionen einzubringen. Um dies auf einer professionellen Ebene betreiben zu können, benötigen Unternehmen eine WCM-Lösung, mit der sie nutzergenerierte Inhalte bewerten und redaktionell wiederverwenden können (content curation).

  • Skalierbarkeit
    Website Performance im Social Media-Umfeld  ist traditionell mit der Verwendung von High-end relationalen Datenbanken (RDBMS) verbunden, mittels derer Sozialer Content gespeichert, lokalisiert und in Echtzeit wiederveröffentlicht werden kann. RDBMS’s sind jedoch nicht darauf ausgelegt, große Datensätze, die von einer Vielzahl an Nutzern parallel aktualisiert werden (Schreib- und Lesezugriffe), zu verwalten. Skalierbare Systeme setzen daher auf eine Kombination aus traditionellen Daten-Management-Systemen und einer Architektur auf NoSQL-Basis – wie sie von Social Media-Platzhirschen wie Facebook und Twitter verwendet werden.

Keine Frage, Social Media bietet Unternehmen neue, mannigfaltige Möglichkeiten der Kundeninteraktion. Die damit verbundenen Risiken lassen sich leicht durch die Befolgung der oben beschriebenen Punkte vermeiden.




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