Fünf Gründe für eine strukturierte Wiederverwertung von Online-Content


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Erstellt von

  • Doug Heise Vice President, Global Marketing
  • 25/06/2013

Das heutige Internet unterscheidet sich radikal von dem, das wir vor fünf bis sechs Jahren hatten. Dieser Wandel schlägt sich auch in den Vorgehensweisen beim Publizieren und Pflegen von Webinhalten nieder. Ob Ihr Unternehmen im dynamischen Web von heute bestehen kann oder scheitert, hängt unter anderem davon ab, wie geschickt Sie Ihre Content Assets über Kanäle und Geräte hinweg einzusetzen wissen.

Bevor es mobiles Internet und allerorten verfügbare Breitbandverbindungen gab, war die Beziehung der Menschen zum World Wide Web wesentlich weniger intensiv und dicht. Auf Internetinhalte griff man per PC oder Laptop zu; der einfache Zugang zu Informationen war das Hauptmotiv für eine Nutzung des WWW. Die ausgelieferten Inhalte waren entsprechend statisch und generisch.

Diese statische Natur des Web spiegelte sich in der Art und Weise der Content-Pflege wider: Inhalte wurden meist schlicht von externen Quellen kopiert und auf Websites übernommen. Web-Content war untrennbar mit dem Design, dem Layout und der Navigationsstruktur der Seite verbunden, in die er integriert wurde, und musste für eine Wiederverwertung in anderen Anwendungen oder Kanälen manuell im entsprechenden Dokumentenformat aufbereitet werden. Damit entstanden immer neue Content Assets – ohne Verknüpfung zum Original und ohne Information zu dessen ursprünglichem Zweck oder Kontext.

Solange die Anzahl der digitalen Kanäle und der Online-Nutzer überschaubar blieb, funktionierte dieser manuelle Ansatz gut. Doch das heutige Internet sieht anders aus: Die Anzahl mobiler und sozialer Kanäle wächst ständig; das Web ist inzwischen ein integraler Bestandteil unseres Lebens, ein Instrument, mit dem wir eine enorme Palette an Alltagsaufgaben bewältigen. Mit der Zunahme digitaler Kanäle wächst auch die Fülle an Material, das auf immer mehr und unterschiedlichen Geräten abgerufen werden kann. Immer stärker halten Mobilgeräte Einzug in das Alltagsleben, und ihre Nutzer erwarten schrankenlosen Zugang zu einer breiten Auswahl an Inhalten, Funktionen und Diensten, die von einer immer größeren Palette alter und neuer Datensysteme bereitgestellt werden.

Das Internet generischer Inhalte und starrer Strukturen ist passé. Ein Online-Nutzer erwartet heutzutage, dass das Web seine individuellen Bedürfnisse und Ziele erfüllt und ihm eine Online Experience bietet, die seine persönliche Geschichte aufgreift, seine momentane Situation und seine Ziele berücksichtigt – all dies selbstverständlich von jedem beliebigen Zugriffsgerät aus.

Unternehmen, die diese Ansprüche erfüllen möchten, müssen begreifen, dass dies nur zu leisten ist, wenn Online-Inhalte nicht mehr starr kanalgebunden verwendet werden. Vielmehr gilt es, autonome Content Assets mit deskriptiven Metadaten zu versehen, die so strukturiert sind, dass ihre Beziehung untereinander gewahrt bleibt und sie flexibel und wertwahrend eingesetzt werden können. Bei einem informationsorientierten Content Management werden Assets beim Publizieren von der Darstellungsweise und von ihrem physischen Speicherort entkoppelt gehandhabt. Führende globale Medienunternehmen wie NPR, BBC und Bild.de arbeiten schon seit etlichen Jahren sehr erfolgreich mit diesem Ansatz.

Die modulare und strukturierte Wiederverwertung von Content hat viele Vorzüge – wir nennen Ihnen fünf davon:

  • Weniger Datenmüll, keine Redundanz, mehr Effizienz                                                              
    Die manuelle Aufbereitung von Content für verschiedene Kanäle ist zeitraubend und arbeitsaufwändig. Sie verzögert die Produktion und Auslieferung, da sie meist am Beginn des gesamten Workflows erfolgt. Mit einem strukturierten Ansatz müssen Sie den Content für das Publishing in verschiedenen Kanälen oder Plattformen nicht jedes Mal neu erstellen. Das ist effizient, produktiv und spart Kosten.
  • Konsistente Markenbotschaft, zufriedene Kunden, entlastete Fachanwender                           
    Die Marke eines Unternehmens ist sein wertvollster Besitz. Imageschäden sind heikel und oft schwierig zu beheben. Mit strukturierter Content-Wiederverwertung sorgen Sie für eine konsistente Markenbotschaft. Sie steuern die Online Experience koordiniert und präsentieren Ihre Inhalte und Botschaften schlüssig und auf eine Weise, die bei Ihren Besuchern „ankommt“ – unabhängig vom Touchpoint. Der Ansatz entlastet außerdem Fachanwender, die sich anstelle der mühsamen manuellen Aufbereitung von Content mit der Inszenierung relevanter und überzeugender Online Experiences befassen können.
  • Mühelose Automatisierung, Integration und Skalierbarkeit                                                                     
    Die logische, auf Standards basierende Struktur wiederverwertbaren Contents erleichtert nicht nur die Einbindung von Inhalten aus externen Quellen, sondern auch die automatische Content-Pflege und -Auslieferung. Mit auf Branchenstandards basierenden Metadatenschemata und umfassenden Schnittstellen erzeugen Sie mühelos automatisierte Abläufe, um die Aggregation und Syndizierung von Content mit Kunden und Partnern zu etablieren.
  • Zügige Auslieferung, hohe Rentabilität                                                                         
    Die heutige Online-Welt ist hochgradig volatil. Täglich tauchen neue Geräte auf und ergeben sich neue Geschäftschancen. Wer in diesem Wettbewerb bestehen möchte, muss sich von der Idee verabschieden, diverse potenzielle Kunden getrennt nach Kanälen mit je eigenen Produktionen anzusprechen.
  • Aussagekräftiges Reporting, bessere Messbarkeit                                                                      
    Die Online Experience ist heute nicht mehr auf eine einzige Plattform beschränkt. Internetnutzer bewegen sich inzwischen in vielen Kanälen gleichzeitig – und dies unter Umständen jahrelang. Wenn Daten zur Nutzung des ausgelieferten Contents kanalweise separat verfolgt und manuell korreliert werden müssen, lässt sich nur schwer ermitteln, wie Ihr Unternehmen und seine Marke über einzelne Touchpoints hinweg wahrgenommen werden. Noch schwieriger ist eine kanalübergreifende Echtzeitanalyse.



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