Content + Commerce: Ein himmlisches Paar


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Dies ist der dritte und letzte Teil meiner Beitragsreihe zur Beziehung zwischen Content und Commerce.

Den ersten Teil finden Sie hier.

Den zweiten Teil hier.

Sie wissen bereits, dass Content und Commerce füreinander bestimmt sind. Um zu zeigen, wie sie perfekt harmonieren, stelle ich acht Punkte vor, die Sie beim Bau einer erlebnisorientierten Seite berücksichtigen sollten:

  1. Verschmelzung von Content und Produktdaten in Echtzeit: Um sicher zu gehen, dass e-Commerce-Erlebnisse so relevant, einheitlich und „bruchlos“ wie möglich sind, müssen Sie transaktionale Produktdaten und fesselnden Content nahtlos miteinander verknüpfen können. Letzteres können Marketingtexte, Bilder, Anleitungen, Produktgeschichten und sogar Spiele sein, außerdem externer Content aus Social Media und Nachrichten zu relevanten Trends. Wichtig ist dabei, die Kontrolle  über Verwendung und Platzierung dieses Contents zu behalten, so dass er den Kaufabschluss unterstützt und nicht unterbricht.
  2. Layout, Stil und Navigation:Ein starres, katalogorientiertes Layout ist effektiv bei transaktionsorientiertem Verkauf, aber differenziert nicht vom Wettbewerb. Der visuelle Eindruck eines Online-Shops ist einer der stärksten Einflussfaktoren beim Kaufentscheid und sollte über einen statischen Online-Katalog mit Kachel-Darstellung und Bullet Points hinausgehen. Starre Templates und Navigationshierarchien behindern die Darstellung eines Produktes im Kontext.
  3. Rich Media schafft Erlebnisse:Visuelles Design geht weiter als flexible Templates, gelungenes Layout und Responsive Design. Anbieter müssen außerdem eine große Bandbreite an Rich Media Content verwalten, editieren und in ihre Shops integrieren. Dazu gehören Fotos, Image Maps, Video und Audio.
  4. Personalisierung mit relevantem Content:Kunden haben verschiedene Ansprüche und Ziele und sie erwarten, dass das e-Commerce-Erlebnis ihre individuelle Situation reflektiert. Deshalb müssen Online-Shops eine Auswahl fortgeschrittener Personalisierungsszenarios unterstützen.
  5. Social Media zum Ausbau von Loyalität und Community:Social Networking spielt eine große Rolle bei Produktsuche, Kauf und Kundenbindung. Firmen, die online keinen Austausch zu ihren Marken und Produkten unterstützen, riskieren, Kunden an Konkurrenten zu verlieren. Deshalb müssen Online-Shops interne Ratings, Kommentarfunktionen, Diskussionen und externe soziale Netzwerke aktiv auf ihrer Seite einbinden.
  6. SEO und Kundenengagement:Selbst der beste Online-Shop der Welt scheitert, wenn er nicht gefunden wird; ein Shop muss nicht nur Kunden anziehen, sondern auch Suchmaschinen. Die nahtlose Verknüpfung von e-Commerce-Daten mit inspirierendem Content führt zu einem Online-Shop, der vor relevantem, suchbarem Content strotzt, dadurch organische Such-Rankings verbessert und Earned Media Traffic aus Blogs, Foren, Produkttestseiten, sozialen Netzen und Mund-zu-Mund-Propaganda generiert. Dabei muss dieser Content natürlich alle bestehenden URL- und SEO-Regeln des Online-Shops befolgen.
  7. Intuitive, informationsbasierte Design-Umgebung: Erstellung und Ausspielung von erlebnisorientierten Online-Shops benötigt ein innovatives Design-Umfeld, das für Marketing- und e-Commerce-Profis gleichermaßen optimiert ist. Um effektiv Erlebnisse für unterschiedliche Kanäle und Touch Points zu schaffen, muss Seiten-Basierung durch Informations- oder Content-Basierung ersetzt werden. Das bedeutet, dass Content vom Layout getrennt werden sollte. Dadurch können Online-Shops einzelne Content-Teile verändern und binnen kürzester Zeit neu für unterschiedliche Besucher, Kontexte oder Ausgabegeräte kombinieren. Und da so ein Shop die Zusammenarbeit von Marketing und e-Commerce benötigt – zwei Abteilungen, die sehr unterschiedlich arbeiten -, sind leichte und flexible Collaboration Tools angezeigt.
  8. Schrittweise Innovation:Der letzte Baustein für erlebnisorientierten Verkauf ist die schrittweise Entwicklung der bestehenden Plattform für ein optimales Kundenerlebnis. Dies sollte peu a peu statt ad hoc erfolgen, wie groß der Marktdruck auch sein mag.

Der Wechsel zum erlebnisorientierten Verkauf gelingt nicht im Handumdrehen, aber mit der richtigen Vorbereitung und passenden Partnern können Content und Commerce gemeinsam wachsen und das nahtlose, einheitliche Kauferlebnis schaffen, das heutige Kunden erwarten.




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